10 Jahre St. Martin bei den Wurzelkindern

Nun ist es schon 10 Jahre her, seit dem am Westerbuchberg das erste Martins-Fest stattfand. Wie jedes Jahr freuten sich die Kinder, das Team und auch die Verwandtschaft der „Wurzelkinder“ bereits Wochen im Voraus auf dieses wunderschöne und stimmungsvolle Fest am „Schwammerlplatz“.

Die Kinder haben wieder ein Martins-Spiel geprobt und sich auch wieder neue Rollen, für das jährlich wachsende St. Martins-Stück überlegt. So wurde dieses Jahr die Premiere des Mondes und der Turmuhr in der Aufführung gefeiert. Fleißig und motiviert übten beide Gruppen zusammen die Aufführung.

Am 10. November war es dann endlich soweit und es versammelten sich die Kinder, das Team, Verwandtschaft und so manche ehemaligen Wurzelkinder beim „X-Gloo“, von wo aus der Martins-Zug gestartet wurde. Singend und mit Laternen bepackt marschierte die lange Schlange gemeinsam über den mit Kerzen ausgeleuchteten Kirchweg hinüber zum „Schwammerplatz“, wo uns eine wunderschöne Kulisse aus Kerzenschein, Dämmerung und dichter werdendem Wald in Empfang nahm. Aufgeregt begaben sich die Kinder auf die jeweiligen Plätze für die Aufführung, zogen ihre Kostüme an und bereiteten sich auf ihren großen Auftritt vor.

Nachdem Annabelles Mundharmonika das Startsignal gab, sprach zunächst Anja, die Leitung, ein paar einführende Worte, bevor es zum Highlight des Tages kam und die Menge gespannt verstummte, um dem Martins-Spiel der Kinder zu folgen. Die Kinder spielten wie kleine Schauspieler die Geschichte des Martins nach und zwischendurch sangen die Wurzelkinder unter der musikalischen Begleitung von Rosmaries Gitarre die verschiedenen Strophen von dem Lied „St. Martin ritt durch Schnee und Wind“, inklusive etlicher, über die Jahre vom Team dazu gedichteten Strophen. Einige Kinder unterstrichen das Schauspiel der anderen Kinder mit verschiedenen Instrumenten, wie beispielsweise Klanghölzer für die Pferde Schritte. Zum Abschluss sang der „Wurzelkinder“- Chor noch das Lied „Kleine Laterne“ und das Schauspiel endete unter dem Applaus der Menge.

Im Anschluss wurden noch die vom Herrn Bürgermeister Herbert Strauch gespendeten Martins-Gänse an die Kinder und die Geschwisterkinder verteilt und der Abend klang gemütlich bei Punsch, Ratsch und Spiel aus. Vielen Dank auch für das Engagement des Elternbeirates.

Besuch von der Bergwacht

Am 11. Okt. 2023 war ein besonderer Tag bei den „Wurzelkindern“ in Übersee. Heute besuchte uns Christoph Frei von der Bergwacht Grassau im Wald.

Er kam mit einem geländegängigen Spezialfahrzeug, welches die Kinder genau unter die Lupe nehmen durften. Na, wie hieß es nochmal? Die „Wurzelkinder“ wissen es bestimmt immer noch. Dabei wurden schon die ersten Fragen geklärt, wozu z.B. die Reifen mit dem dicken Profil gut sind oder wozu der Abschlepphaken gebraucht wird…

Nachdem sich jedes Kind auch einmal auf das Fahrzeug setzen durfte, trafen wir uns im Gesprächskreis und fragten Christoph alles, was uns zum Thema Bergwacht einfiel.

Es wurde geklärt, wie die Mitglieder der Bergwacht miteinander kommunizieren, welche Fahrzeuge und Hubschrauber zur Rettung zur Verfügung stehen, welche Aufgaben die Bergwacht hat und was so alles in einem Bergwachtrucksack Platz hat… abgesehen von gaaaanz vui Leberkas-Semmeln.

Unter anderem waren darin Verbände, mit denen Christoph demonstrierte, wie z.B. ein Kopfverband angelegt oder wie ein gebrochener Arm geschient werden würde. Unter den Kindern fanden sich viele Freiwillige, die sich gerne verarzten ließen.

Zum Abschluss durften die Kinder noch gemeinsam mit Erwachsenen die Seilwinde ausprobieren und natürlich musste auch mal getestet werden, wie laut so eine Bergwachthupe am Fahrzeug sein kann.

Wir danken Christoph sehr herzlich für seinen „Spezialeinsatz“ im Waldkindergarten am Westerbuchberg, bei dem er den Kindern auf anschauliche Weise die Arbeit der Bergwacht näherbrachte.

Wurzelkinder-Ausflug in den „Triassic Park“ auf der Steinplatte

Wohin sollte es in diesem Kindergartenjahr zum Jahresausflug am 13.Juni nur hingehen?? Hm, mal überlegen, die Vorschulkinder der „Hörnchen“-Gruppe sammelten für ihren Ausflug auch schon fleißig Ideen…unter anderem der „Triassic Park“. Aber nein, dahin können sie nicht ohne den Rest der „Wurzelkinder“ fahren. Und schon gar nicht ohne die „Mäuse“, bei denen das absolute Dino-Fieber ausgebrochen ist und selbst die Morgenkreis-Begrüßung täglich auf „dinosch“ erfolgt.

Klar, erstmal mit dem Bus bis Waidring fahren. Und dann? Mit der Gondel? Oh nein, das kann ja jeder…wir laufen … ab der „Stallen Alm“. Die „Wurzelkinder“ sind doch fit!

Busfahrer Heini vom Busunternehmen Hausladen wollte seinen Ohren nicht trauen. „Euer Ernst?“…na klar! Wir schaffen das!

Wenn man so Dinosaurier begeistert ist, dann läuft sich`s fast von selbst. Fast!  Mehrere ausgedachte Stationen unterwegs erleichterten den Weg. Anhand von Fotos durften die Kinder bestimmte Stellen wiedererkennen und dort Dino-Quiz-Fragen beantworten, selbstgebackene Dino-Kekse mampfen, Edelsteine aus Dino- Eiern klopfen… Unsere Elternbegleitungen staunten nicht schlecht über das Wissen der dinosaurierinteressierten Kinder.

Zwischendrin machten wir Brotzeit neben dem Weg und kamen mittags alle glücklich und motiviert an. Selbst die Allerkleinsten verzichteten beim Hinweg auf die Unterstützung von Buggys und liefen alles selbst.

Die Aufregung vor dem Park war sehr groß und die Kinder bekamen nach einem Gruppenfoto noch jeder ein Dino-Pflaster, falls sie doch von einem Dinosaurier „angeknabbert“ werden sollten. Verschiedene „Grüppchen“ erforschten nun das Gelände. Einige wollten nur Skelette ausbuddeln, andere zog es zu den aufregenden Wasser – Attraktionen und wieder andere Kinder wollten alle großen Dinosaurier erkunden.

Die Zeit verging, wie im „Pteranodom“-Flug und keiner wollte sich auf den Rückweg machen. Spontan verlängerte Busfahrer Heini unsere Aufenthaltszeit.  Das Wetter war wunderschön und ein Eis sorgte zwischendurch für Erfrischung.

Der Rückweg führte uns „ratzfatz“ zum sehr gespannten und neugierigen Busfahrer Heini zurück. Und die Busfahrt? Na klar, da waren sehr müde Dino-Forscher an Bord und nickten nach kurzer Zeit ein.

Es war ein wunderschöner Ausflug und vielen Dank für die finanzielle Unterstützung der Gemeinde Übersee und des Elternbeirates.

Spendenaktion „Hochbeet“…

…oh, coole Idee, da machen wir doch einfach mal mit. Vielleicht haben wir etwas unsportliche Schnecken am „Sonnenplatz“ und sie lassen dadurch unsere Zucchini usw. in Ruhe. Oder es ist nur ein schöner Wunschgedanke. Zumindest bezogen auf die Schnecken, denn das Hochbeet haben wir tatsächlich bekommen. Sogar zwei Stück, die jetzt in unserem Beet am Sonnenplatz integriert sind.

Wir hatten sehr viele fleißige Helferchen, ob Groß und Klein, dies äußerst motiviert waren sie im Beet aufzustellen. Anja: “Oh, bekommen wir einen Pool? Wie cool!“…Kinder: “ Nein, natürlich nicht, ein/ zwei Hochbeete!“ Und die wollten natürlich nicht mit Wasser, sondern mit dicken und dünnen Ästen, Laub und mitgelieferter Bio-Erde befüllt werden. Na dann, Ärmel hochkrempeln und los geht’s!

Und jetzt, was wollen wir pflanzen? „Oh, schaut mal, da sind ja sogar Samentütchen mit dabei. Salat, Radieschen, Karotten mit Saatband. Und vorgezogene Zucchinipflanzen einer Familie.

Unsere „Gartenwichtel“ waren fleißig, wie die außen rum fliegenden Bienchen und sehr motiviert. Jetzt noch beschriften, gießen und hoffen, dass sich Sonne und Regen abwechseln und die Schnecken in der Zeit Urlaub gebucht haben…ganz weit weg.

Und auf diesem Weg gleich noch ein großes Dankeschön an die „Beetgruppe“ der Eltern. Die Beete wurden super hergerichtet und zum Teil bepflanzt und auch mit den Kindern bestückt.

Vielen herzlichen Dank an die Raiffeisenbank für die super Spendenaktion!

Besuch der Wurzelkinder im „Naturpavillion“

Wie jedes Jahr, hatten die „Wurzelkinder“ auch dieses Jahr die Möglichkeit Martina Mitterer im „Naturpavillion“ in Übersee zu besuchen. Nachdem sie uns im März bereits im Wald besucht und mit uns eine Vogelwanderung unternommen hatte, nahm sie dieses Thema auch bei unserem Besuch auf. Die Kinder waren nach der Wanderung Feuer und Flamme für die Vögel, ihre Stimmen und ihr Verhalten. Beim Besuch lernten wir die Vögel mit der größten und der kleinsten Flügelspannweite kennen, konnten echte, ausgestopfte Vögel bewundern und anfassen und lernten, mit welchen Werkzeugen die Vögel ihre Beute und ihr Essen schnappen. Voller Begeisterung, Neugier und Wissen verbrachten die Kinder einen wunderschönen, sonnigen Tag beim „Naturpavillion“. Eines darf natürlich auch nie fehlen bei einem Besuch bei Martina und das ist natürlich die von den Kindern selbst geformte und belegte Pizza. Vielen Dank, liebe Martina für diesen schönen und lehrreichen Tag!

Vogelstimmenwanderung mit Martina Mitterer…

das hört sich doch superspannend an. Und war es auch …Ende März.

Endlich hört man die Vögel wieder zwitschern und trällern, aber wen hört man denn da eigentlich? Hm, mal überlegen? Ja, der Specht ist eindeutig, mit seinem Klopfen. „Tock , tock, tock“. Aber wie klingt er, wenn er fliegt oder sich unterhält?

Und welche Vögel finden den Westerbuchberg auch so großartig wie wir „Wurzelkinder“? Da kann uns nur jemand weiterhelfen, der sich richtig gut damit auskennt. Martina vom „Naturpavillion“ natürlich!

Die Wanderung konnte nur bei trockenem Wetter stattfinden, da sonst die Vögel nicht wirklich Lust zum Musizieren haben.

Wir hatten Glück und Martina besuchte uns am Schwammerlplatz. Erst mit den „Hörnchen“ und anschließend mit den „Mäusen“ machte sich auf dem Weg bis zum Bauwagen.

Anhand von Bildkarten stellte sie erstmal die Vögel vor, die sie uns gerne näherbringen und hören lassen möchte.

Wir waren gespannt. Die Kinder konnten zum Teil die Vögel benennen. Na, dann kann`s losgehen!

Oh, wer ist nochmal die „Vogelpolizei“? und warnt alle Vögel, wenn Gefahr droht? Na, weißt du es noch? …ja, klar der Eichelhäher mit seinen schönen blauen Federn.

Und wer trällert wie eine Opernsängerin alle Liedchen? Mit seiner hübschen roten Kehle? Na, klar, das Rotkehlchen natürlich. Und baut sein Nestchen recht weit unten.

Oh, wer war den nochmal der „Räuber“? Kannst du dich erinnern? Der Kleiber mit seiner schwarzen Augenbinde.

Martina erzählte uns viele spannende Geschichte und ließ uns auch mal zur Erinnerung Vogelstimmen auf ihrem Handy nachhören. Nicht zu laut, denn sonst sind die Vögel irritiert.

Anja hat auch ein cooles Vogelbuch, bei dem man anhand von einem Stift Vogelstimmen nachhören kann, um sich besser zu erinnern, zu merken und zu vergleichen.

Alle Kinder waren sehr aufmerksam und interessiert mit dabei.

Oben am Bauwagen ließ sich vor allem dem Buchfinken lauschen. Und könnt ihr euch erinnern, wie der Mäusebussard klingt? Ja, lustig, wie eine miauende Katze.

„Wurzelkinder“- Osterfest im Buchwald

Schon einige Zeit vor unserem Osterfest, war schon ein geschäftiges Treiben im Wurzelkinderwald bemerkbar. Die Kinder waren nämlich fleißig dabei, ihre Osternester zu gestalten. Diese waren dieses Jahr, im Zeichen der Nachhaltigkeit aus recycelten Milchtüten, welche je nach Wunsch in einen Hasen oder in ein Huhn verwandelt wurden.

Am Freitag, den 31.März 23, am Tag unserer Osterfeier war natürlich alles fertig und wir trafen uns alle gemeinsam am TSV-Heim. Wir durften diesmal den Tag mit einem leckeren Frühstück vom Osterbuffet beginnen. Vielen Dank an alle Eltern, die so liebevolle, österliche, kreative, wunderschöne und vor allem leckere Köstlichkeiten für uns vorbereitet haben!

Gestärkt spielten nun die Kinder, bis der Kuckuck zum Morgenkreis rief. Anja begrüßte alle Kinder und Erwachsenen mit einem kuscheligen Hasen als Handpuppe. Gemeinsam sangen wir „Stups der kleine Osterhase“, bevor wir die wunderschöne Ostergeschichte von der „Hummel Bommel“ hörten. Zur Überraschung war unter dem Frühlingsblütenkorb ein selbstgebackener Osterzopf aus der Geschichte versteckt. Na, klar, wollte er anschließend auch probiert werden.

Danach gab es dann kein Halten mehr und wir marschierten zusammen zum nahegelegenen, idyllischen Buchwald, um nach den Osternestern zu suchen. Es war ein Meer aus Buschwindröschen, Veilchen und anderen Frühlingsblühern zu sehen. Und hier und da, lugte ein Hasenohr, ein buntes Ei oder ein Huhn hervor!

Das ein oder andere Nest war ein bisschen schwieriger zu finden, aber mit gemeinsamen Kräften, hatten wir alle Nester beisammen. Froh und glücklich gingen die Kinder zurück zum TSV-Heim. Dort versteckten sich manche Kinder ihre Nester gegenseitig und suchten noch einmal, weil es so viel Spaß machte.

Schnell ging dieser schöne Tag vorbei! Vielen Dank auch an unsere beiden Papas, die uns beim Fest tatkräftig unterstützt und begleitet hatten.

„Natürlich kommt der echte Nikolaus!“

…zu den „Wurzelkindern“ in den Wald. 

 Unter den Kindern wurde manchmal darüber diskutiert, ob der Nikolaus überhaupt „echt“ sei. Die Kinder waren sich einig. Natürlich ist der Nikolaus „echt“ und der Echte kommt uns auch besuchen. Nur die Kramperl sind gar nicht echt. Das sind nur verkleidete Leute und die lassen wir eh nicht rein in unseren schönen Wald. 
Kurz vor der Nikolausfeier gab es dann Neuigkeiten für die Waldkinder und Erwachsenen. Dieses Jahr ist der Nikolaus wirklich sehr beschäftigt und schafft es leider nicht am Vormittag, zu uns in den Kindergarten zu kommen. Doch am Nachmittag würde er sehr gerne bei uns vorbeischauen. 

Am Vormittag des 7.Dez 2022 durften die Kinder den Weg nochmal mit Kerzengläsern schmücken, damit der Nikolaus auch nicht im Wald verloren ginge. Vorfreudig stellten die Kinder die Gläser und Kerzen auf und verteilten Nüsse und Sterne auf dem Weg als Fährte. 

Am Spätnachmittag trafen sich die Wurzelkinder mit ihren Martinslaternen und Lichterketten am „X-Gloo“. Alle Kinder waren ganz schnell da. Ob das wohl an der Aufregung lag? Es war ein bisschen seltsam, dass statt der Laternenlieder heute „Lass uns froh und munter sein“ durch den Wald klang. 
Am „Schwammerlplatz“ platzierten wir alle Laternen außerhalb unseres Baumstammkreises und lockten den Nikolaus mit „Lasst uns froh und munter sein“ an. 

Denn da erschien der Nikolaus am Eingang zum “Schwammerlplatz“. Er sah sehr imposant aus mit seinem schönen Gewand, dem Rauschebart, der hohen Mitra und den schweren Säcken auf seinem Rücken. Die Kinder hatten große Augen und waren voller Aufregung. 

Er begrüßte uns mit einem Gedicht „Drauß´d vom Walde komm ich her ..“ Darüber waren die Kinder sehr erstaunt, den eigentlich hatten sie ihm ja etwas vorbereitet. 
Nach unserer Begrüßung freute sich der Nikolaus über das Bewegungsspiel „In einem klitzekleinen Haus…“ der „Wurzelmäuse“ und über das Lied „Der Nikolaus im Wald“ der „Wurzelhörnchen“. 
Einige mutige „Wurzelkinder“ durften abwechselnd den Stab halten. In dieser Zeit las der Bischof Nikolaus jedem Kind aus seinem goldenen Buch vor. 

Ganz zum Schluss übergab der Nikolaus höchstpersönlich jedem Kind ein eigenes kleines Nikolaus Sackerl und bedankte sich bei den Engeln und Wichteln, die diese so liebevoll für ihn gepackt hatten. 
Zum Abschied sangen wir noch einmal für ihn und der Nikolaus verschwand in die dunkle Nacht. 

Für die Wurzelkinder war das Fest jedoch noch nicht vorbei. Jetzt durften die Sackerl ein und dafür die Punschtassen und Teile-Plätzchen ausgepackt werden. 

Vielen Dank für deinen Besuch, lieber Nikolaus (Martin Heigenhauser) 

Tatütata, die Feuerwehr war da!

Aufgeregter könnten unsere „Wurzelkinder“ kaum sein. Obwohl wir schon länger im Gespräch waren, kam unser Termin mit der Feuerwehr am Ende doch ganz schnell.

Am 29.4. trafen sich alle „Wurzelkinder“ am TSV Heim. Viele von ihnen waren in ihren besten Feuerwehr-Anziehsachen gekommen oder hatten zumindest rote Kleidung an.

Die Aufregung der Kinder war deutlich zu spüren. Es war sehr laut und alle Kinder rannten und wuselten durcheinander und waren richtig aufgedreht. Unterbrochen wurde ihr wildes Spiel immer wieder für einen kurzen Blick in die Ferne. Schließlich wollte jeder die Feuerwehr als Erstes erblicken.

Doch natürlich dürfen auch am aufregendsten Tag der Morgenkreis und die Brotzeit nicht fehlen.

Die Kinder überlegten bei dieser Gelegenheit schon einmal, was sie die Feuerwehrleute alles fragen wollten. „Woher wissen die Feuerwehrleute, welche Knöpfe sie eigentlich drücken müssen?“ und „Wie haben die Feuerwehrleute früher ausgesehen?“ sind nur 2 von sehr vielen Fragen, die aufkamen.

Im Anschluss an den Morgenkreis haben wir gleich gebrotzeitelt, damit wir auch richtig gestärkt sind, wenn die Feuerwehr endlich da ist. Dann ist für Essen selbstverständlich keine Zeit mehr.

Aber wir wurden genau rechtzeitig fertig. Die Feuerwehr kam auf den Parkplatz gefahren und die Kinder staunten nicht schlecht, dass sie sogar mit zwei Fahrzeugen gekommen war.

Neben dem großen Fahrzeug hatten sie auch eine Art Strandbuggy dabei. Für Erklärungen diesbezüglich war für die großen und kleinen „Wurzelkinder“ jedoch keine Zeit. Alle wollten ihre vorüberlegten Fragen loswerden und es kamen ständig neue dazu.

Michi, Theresas Papa, hatte sich mit seinen zwei Kollegen die Zeit genommen, um uns einen Einblick in ihre Aufgaben zu verschaffen. Die Kinder schauten nicht schlecht, als sie die viele Ausrüstung der Feuerwehrleute sahen. Neben der Schutzkleidung gehörte dazu auch ein reich ausgestatteter Werkzeuggürtel und ein Helm mit Visier. Als die Feuerwehrleute dann die Atemmaske herausholten und aufsetzen, wurde den Kindern wohl klar, dass es sich bei den Einsätzen um eine ernste Angelegenheit handelte. Als nächstes schlüpfte Michi in den Gefahren-schutzanzug der neben Feuer auch vor Chemikalien schützt. Dieser war aber so kompliziert und dicht, dass die Feuerwehrleute ihn gar nicht alleine anziehen können und von ihren Kollegen unterstützt werden müssen.

Im Anschluss wurden die verschiedenen Hilfsmittel aus dem Fahrzeug ausgepackt und erklärt. Und das war eine ganze Menge. Geräte um Unfälle abzusprerren, Menschen aus Autos zu schneiden oder zu stemmen oder Hydranten aufzudrehen waren nur einige davon. Die Feuerwehrleute müssen alles selbst dabei haben, was sie benötigen. Sogar ein Flutlichtturm und einen Stromgenerator, um ihre Geräte zu betreiben. Unsere „Wurzelkinder“ durften fast alles selbst bedienen und ausprobieren. Sehr lustig für die Kinder ist dabei ein riesiger Ventilator, mit dem man den Rauch wegpusten kann, um besser zu sehen oder sich die Haare damit zu föhnen.

Aber auch das große Schneidewerkzeug, mit dem man im Auto eingeklemmte Personen bergen kann, beeindruckte die Kinder sichtlich. Wie durch ein Stück Butter schnitt es durch ein langes Brett. Der allerbeste Teil des Besuchs war aber natürlich, mit dem großen Wasserschlauch zu spritzen. Die Kinder stellen sich brav an und wollten immer wieder den Regenbogen zum Erstrahlen bringen.

 Andere hatten Spaß daran, lange Gräser in den kräftigen Wasserstrahl zu werfen, damit sie davongewirbelt wurden. Jedes Kind durfte, sooft es wollte den Wasserschlauch bedienen, bis der ganze Tank leergepumpt war.

Ganz nebenbei beantworteten die Feuerwehrmänner die vielen Fragen, die unseren „Wurzelkindern“, aber auch den Erwachsenen einfielen. Zum Abschluss gab es noch ein paar Fotos und die Feuerwehrleute bekamen unser schönes Feuerwehrlied vorgetragen.

Im Anschluss merkte man deutlich, wie die Anspannung von den Kindern abgefallen war. Alle spielten ruhig und harmonisch miteinander und von der anfänglichen Aufregung war gar nichts mehr zu spüren.

Vielen Dank für die Zeit und den erlebnisreichen Tag an Michi und seine Feuerwehrmänner!

Was machen die “Wurzelkinder” das ganze Jahr am Westerbuchberg…?

…na klar, Feste feiern wie St. Martin, Nikolaus, Weihnachten, Fasching, Ostern, Geburtstage, Sommerfeste…aber das wisst ihr ja bereits.

Aber was noch…?

Wusstet ihr …

…dass wir ein festes „Morgenkreisritual“ haben, um durch immer wiederkehrende Regelmäßigkeiten  wie Begrüßung, Kerze anzünden, Kinder zählen, Wochenzwerge benennen und den Tag herausfinden, den Wetterfrosch das Wetter des Tages bestimmen lassen und den Platz des Vormittags auszusuchen Sicherheit ,Vertrauen  und Orientierung vermitteln?

…dass das Freispiel wichtig ist , um soziale Fähigkeiten zu erlernen, die Fantasie und Kreativität anregt, die Sprachfähigkeit zwischen den Spielpartnern ausgebaut wird, Frustrationstoleranz und Streitkultur erlernt wird?

…dass wir die Jahreszeiten und Veränderungen der Natur und Wetterphänomene beobachten, spüren, erleben, untersuchen ….das Immunsystem durch den Aufenthalt  und die regelmäßige Bewegung an der frischen Luft trainiert und gestärkt wird?

…dass wir Flora und Fauna kennenlernen, schützen, indem wir Müll sammeln, junge Bäume kennzeichnen, damit sie wieder wachsen können. Interesse für Lebensräume und Bewohner geweckt wird und die Beschaffenheit des Waldes die Bewegung und Ausdauer  und Konzentration fördert?

…dass wir gemeinsam Brotzeit machen und einmal wöchentlich über dem Feuer kochen? Dies machen wir je nach Saison mit unserem eigens angebauten Gemüse aus unserem kleinen, aber feinen Gemüsebeet. Wenn dies nicht möglich ist, kaufen wir unsere Lebensmittel so gut es geht regional bei unserem Nachbars Bio-Händler Martin Sichler ein.

…dass wir durch den Umgang mit Werkzeug wichtige Fähigkeiten erlernen wie Handmotorik, Geduld, Ausdauer und Konzentration? In unserer „Werkstatt“ schnitzen und werken die kleinen schon fleißig und lernen so schon früh den selbstständigen und achtsamen Umgang mit Werkzeug. So lernen sie auch praktisch mit Gefahren umzugehen, diese einzuschätzen und dementsprechend zu handeln um sich nicht selbst zu verletzen.   

… dass wir auch im Wald Vorschule machen? Die gesamte Kindergartenzeit ist Vorschulförderung.  Zwar bearbeiten wir in diesem Zusammenhang keine klassischen Arbeitsblätter, aber Stifthaltung oder Umgang mit Schere und Kleber üben unsere großen Vorschulkinder natürlich trotzdem. Auch eine Streitschlichter-Ausbildung gehört mit zum „Programm“, damit die Kinder lernen, ihre Gefühle wahrzunehmen, Konflikte selbstständig zu lösen und ihre Selbstwirksamkeit zu steigern. Experimente, Geschichten und spezielle Angebote helfen, an wichtigen Vorschulfähigkeiten zu arbeiten, wie Merkfähigkeit, Teamfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Selbstständigkeit. So werden auch aus Waldkindergartenkindern, motivierte und kompetente Schulkinder.

… dass wir gemeinsam experimentieren und so unsere Umwelt und ihre Phänomene besser kennen lernen?

… dass wir mit anderen Einrichtungen wie der Frühförderung der Pusteblume zusammen arbeiten, um unseren Kindern die bestmögliche Integration und Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten?

… dass die Kinder durch die vielen Bewegungsmöglichkeiten im Wald motorisch sehr fit werden, sich in schwierigem Gelände gut bewegen können, ihre Kondition trainieren und somit bereits in jungen Jahren eine gesunde Grundfitness entwickeln? Durch die viele Bewegung, die die Kinder bekommen, wird auch ihre Kognition gestärkt und die Denkfähigkeit verbessert, denn Bewegung ist das Tor zum Lernen.

… dass wir während des Freispiels auch viele Fingerspiele und Rhythmus-Aktionen durchführen? Dadurch werden neben der Konzentration auch das Rhythmusgefühl und die Kreativität der Kinder gefördert, welche schon unzählige Fingerspiele und Lieder kennen.

Das und noch viel mehr machen die „Wurzelkinder“ das ganze Jahr am Westerbuchberg…herzliche Grüße von den „Wurzelhörnchen“ und „Wurzelmäusen“!