Was machen die „Wurzelkinder“ das ganze Jahr am Westerbuchberg …

…na klar, Feste feiern wie St. Martin, Nikolaus, Weihnachten, Fasching, Ostern, Geburtstage, Sommerfeste…aber das wisst ihr ja bereits.

Aber was noch?

Wusstet ihr …

…dass wir ein festes „Morgenkreisritual“ haben, um durch immer wiederkehrende Regelmäßigkeiten  wie Begrüßung, Kerze anzünden, Kinder zählen, Wochenzwerge benennen und den Tag herausfinden, den Wetterfrosch das Wetter des Tages bestimmen lassen und den Platz des Vormittags auszusuchen Sicherheit ,Vertrauen  und Orientierung vermitteln?

…dass das Freispiel wichtig ist , um soziale Fähigkeiten zu erlernen, die Fantasie und Kreativität anregt, die Sprachfähigkeit zwischen den Spielpartnern ausgebaut wird, Frustrationstoleranz und Streitkultur erlernt wird?

…dass wir die Jahreszeiten und Veränderungen der Natur und Wetterphänomene beobachten, spüren, erleben, untersuchen ….das Immunsystem durch den Aufenthalt  und die regelmäßige Bewegung an der frischen Luft trainiert und gestärkt wird?

…dass wir Flora und Fauna kennenlernen, schützen, indem wir Müll sammeln, junge Bäume kennzeichnen, damit sie wieder wachsen können. Interesse für Lebensräume und Bewohner geweckt wird und die Beschaffenheit des Waldes die Bewegung und Ausdauer  und Konzentration fördert?

…dass wir gemeinsam Brotzeit machen und einmal wöchentlich über dem Feuer kochen? Dies machen wir je nach Saison mit unserem eigens angebauten Gemüse aus unserem kleinen, aber feinen Gemüsebeet. Wenn dies nicht möglich ist, kaufen wir unsere Lebensmittel so gut es geht regional bei unserem Nachbars Bio-Händler Martin Sichler ein.

…dass wir durch den Umgang mit Werkzeug wichtige Fähigkeiten erlernen wie Handmotorik, Geduld, Ausdauer und Konzentration? In unserer „Werkstatt“ schnitzen und werken die kleinen schon fleißig und lernen so schon früh den selbstständigen und achtsamen Umgang mit Werkzeug. So lernen sie auch praktisch mit Gefahren umzugehen, diese einzuschätzen und dementsprechend zu handeln um sich nicht selbst zu verletzen.   

… dass wir auch im Wald Vorschule machen? Die gesamte Kindergartenzeit ist Vorschulförderung.  Zwar bearbeiten wir in diesem Zusammenhang keine klassischen Arbeitsblätter, aber Stifthaltung oder Umgang mit Schere und Kleber üben unsere großen Vorschulkinder natürlich trotzdem. Auch eine Streitschlichter-Ausbildung gehört mit zum „Programm“, damit die Kinder lernen, ihre Gefühle wahrzunehmen, Konflikte selbstständig zu lösen und ihre Selbstwirksamkeit zu steigern. Experimente, Geschichten und spezielle Angebote helfen, an wichtigen Vorschulfähigkeiten zu arbeiten, wie Merkfähigkeit, Teamfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Selbstständigkeit. So werden auch aus Waldkindergartenkindern, motivierte und kompetente Schulkinder.

… dass wir gemeinsam experimentieren und so unsere Umwelt und ihre Phänomene besser kennen lernen?

… dass wir mit anderen Einrichtungen wie der Frühförderung der Pusteblume zusammen arbeiten, um unseren Kindern die bestmögliche Integration und Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten?

… dass die Kinder durch die vielen Bewegungsmöglichkeiten im Wald motorisch sehr fit werden, sich in schwierigem Gelände gut bewegen können, ihre Kondition trainieren und somit bereits in jungen Jahren eine gesunde Grundfitness entwickeln? Durch die viele Bewegung, die die Kinder bekommen, wird auch ihre Kognition gestärkt und die Denkfähigkeit verbessert, denn Bewegung ist das Tor zum Lernen.

… dass wir während des Freispiels auch viele Fingerspiele und Rhythmus-Aktionen durchführen? Dadurch werden neben der Konzentration auch das Rhythmusgefühl und die Kreativität der Kinder gefördert, welche schon unzählige Fingerspiele und Lieder kennen.

Das und noch viel mehr machen die „Wurzelkinder“ das ganze Jahr am Westerbuchberg…herzliche Grüße von den „Wurzelhörnchen“ und „Wurzelmäusen“!