Tatütata, die Feuerwehr war da!

Aufgeregter könnten unsere „Wurzelkinder“ kaum sein. Obwohl wir schon länger im Gespräch waren, kam unser Termin mit der Feuerwehr am Ende doch ganz schnell.

Am 29.4. trafen sich alle „Wurzelkinder“ am TSV Heim. Viele von ihnen waren in ihren besten Feuerwehr-Anziehsachen gekommen oder hatten zumindest rote Kleidung an.

Die Aufregung der Kinder war deutlich zu spüren. Es war sehr laut und alle Kinder rannten und wuselten durcheinander und waren richtig aufgedreht. Unterbrochen wurde ihr wildes Spiel immer wieder für einen kurzen Blick in die Ferne. Schließlich wollte jeder die Feuerwehr als Erstes erblicken.

Doch natürlich dürfen auch am aufregendsten Tag der Morgenkreis und die Brotzeit nicht fehlen.

Die Kinder überlegten bei dieser Gelegenheit schon einmal, was sie die Feuerwehrleute alles fragen wollten. „Woher wissen die Feuerwehrleute, welche Knöpfe sie eigentlich drücken müssen?“ und „Wie haben die Feuerwehrleute früher ausgesehen?“ sind nur 2 von sehr vielen Fragen, die aufkamen.

Im Anschluss an den Morgenkreis haben wir gleich gebrotzeitelt, damit wir auch richtig gestärkt sind, wenn die Feuerwehr endlich da ist. Dann ist für Essen selbstverständlich keine Zeit mehr.

Aber wir wurden genau rechtzeitig fertig. Die Feuerwehr kam auf den Parkplatz gefahren und die Kinder staunten nicht schlecht, dass sie sogar mit zwei Fahrzeugen gekommen war.

Neben dem großen Fahrzeug hatten sie auch eine Art Strandbuggy dabei. Für Erklärungen diesbezüglich war für die großen und kleinen „Wurzelkinder“ jedoch keine Zeit. Alle wollten ihre vorüberlegten Fragen loswerden und es kamen ständig neue dazu.

Michi, Theresas Papa, hatte sich mit seinen zwei Kollegen die Zeit genommen, um uns einen Einblick in ihre Aufgaben zu verschaffen. Die Kinder schauten nicht schlecht, als sie die viele Ausrüstung der Feuerwehrleute sahen. Neben der Schutzkleidung gehörte dazu auch ein reich ausgestatteter Werkzeuggürtel und ein Helm mit Visier. Als die Feuerwehrleute dann die Atemmaske herausholten und aufsetzen, wurde den Kindern wohl klar, dass es sich bei den Einsätzen um eine ernste Angelegenheit handelte. Als nächstes schlüpfte Michi in den Gefahren-schutzanzug der neben Feuer auch vor Chemikalien schützt. Dieser war aber so kompliziert und dicht, dass die Feuerwehrleute ihn gar nicht alleine anziehen können und von ihren Kollegen unterstützt werden müssen.

Im Anschluss wurden die verschiedenen Hilfsmittel aus dem Fahrzeug ausgepackt und erklärt. Und das war eine ganze Menge. Geräte um Unfälle abzusprerren, Menschen aus Autos zu schneiden oder zu stemmen oder Hydranten aufzudrehen waren nur einige davon. Die Feuerwehrleute müssen alles selbst dabei haben, was sie benötigen. Sogar ein Flutlichtturm und einen Stromgenerator, um ihre Geräte zu betreiben. Unsere „Wurzelkinder“ durften fast alles selbst bedienen und ausprobieren. Sehr lustig für die Kinder ist dabei ein riesiger Ventilator, mit dem man den Rauch wegpusten kann, um besser zu sehen oder sich die Haare damit zu föhnen.

Aber auch das große Schneidewerkzeug, mit dem man im Auto eingeklemmte Personen bergen kann, beeindruckte die Kinder sichtlich. Wie durch ein Stück Butter schnitt es durch ein langes Brett. Der allerbeste Teil des Besuchs war aber natürlich, mit dem großen Wasserschlauch zu spritzen. Die Kinder stellen sich brav an und wollten immer wieder den Regenbogen zum Erstrahlen bringen.

 Andere hatten Spaß daran, lange Gräser in den kräftigen Wasserstrahl zu werfen, damit sie davongewirbelt wurden. Jedes Kind durfte, sooft es wollte den Wasserschlauch bedienen, bis der ganze Tank leergepumpt war.

Ganz nebenbei beantworteten die Feuerwehrmänner die vielen Fragen, die unseren „Wurzelkindern“, aber auch den Erwachsenen einfielen. Zum Abschluss gab es noch ein paar Fotos und die Feuerwehrleute bekamen unser schönes Feuerwehrlied vorgetragen.

Im Anschluss merkte man deutlich, wie die Anspannung von den Kindern abgefallen war. Alle spielten ruhig und harmonisch miteinander und von der anfänglichen Aufregung war gar nichts mehr zu spüren.

Vielen Dank für die Zeit und den erlebnisreichen Tag an Michi und seine Feuerwehrmänner!

Ni-Na-Ni-Na Nikolaus

„Von drauß´ vom Walde komm ich her, ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!“ – So begann für die Wurzelkinder der diesjährige Besuch des Nikolauses. Aufregung lag in der Luft, als die Kinder versuchten, durch lauten Gesang  und Lichtergläser den Nikolaus anzulocken. Kaum war „Lasst uns froh und munter sein“ zu Ende, tauchte schon ein bärtiger Mann mit Bischofsstab, Bischofsmütze, Rauschebart und goldenem Buch im Eingang des Schwammerlplatzes auf. Alle Kinder waren erst ganz still, doch als sie merkten, wie freundlich der Nikolaus war, wich die anfängliche Anspannung der Neugier und die Fragen sprudelten nur so aus den Kinder heraus. Als der Nikolaus alle beantwortet hatte, ließ er sich von den jeweiligen Gruppen vorführen, was sie für ihn vorbereitet hatten. Die Bewegungsgeschichte „Ni Na Ni Na Nikolaus“, die die kleinen“ Wurzelmäuse“ aufführten, machten ihn fast sprachlos. Auch die großen „Wurzelhörnchen“ hatten etwas vorbereitet und sagten ihr gelerntes Gedicht „Holler Boller Rumpelsack“ sogar ganz ohne Hilfe der Erzieher auf. Dann schlug der Nikolaus sein großes, goldenes Buch auf und las vor, was die Engel ihm Schönes über unsere tollen“ Wurzelkinder“ berichtet hatten. Liebevolle Freunde, phantasievolle Spieler, begeisterte Köche, gute Aufräumer und vor allem mitfühlende und fröhliche Kinder sind in unserem Wurzelwald Zuhause. Im Anschluss wurden die Nikolaussackerl für die Kinder ausgeteilt, die alle Kinder erst daheim öffnen durften. Dann verabschiedete sich der freundliche Bischof wieder aus dem Wald, da er ja noch sehr viel zu tun hatte.

Herzlichen Dank, lieber Bischof Nikolaus ( Martin Heigenhauser), dass du den Weg zu uns in den „Wurzelkinderwald“ gefunden hast.

Endlich wieder … St. Martinsfest!

Die Wurzelkinder vom Waldkindergarten in Übersee freuten sich riesig, mit ihren Eltern und Geschwistern gemeinsam das St. Martinsfest zu feiern.

Am 12.11.21 trafen sich alle im Wald. Die Kinder hatten ihre liebevoll gestalteten Laternen dabei. Der Laternenzug setzte sich mit beiden Gruppen getrennt singend in Richtung Schwammerlplatz in Bewegung. Der Weg war links und rechts mit Lichtern bestückt, welche den Weg durch die Dunkelheit und Nebelstimmung wiesen und für eine gemütliche Atmosphäre sorgten.

Dort angekommen, setzen sich die Kinder in einen Baumstammkreis. Nach einer Ansprache der Kindergartenleitung Anja Blösl begannen die „Wurzelmäuse“ mit dem Lied „St. Martin ritt durch Schnee und Wind…“, welches sie ganz mutig und zauberhaft als Rollenspiel mit Kostümen aufführten.

Anschließend sangen alle Kinder gemeinsam „Durch die Straßen auf und nieder“.

Danach waren die „Hörnchen“ mit einer Mitmachgeschichte an der Reihe. Die Hörnchen“-Kinder konnten dabei mit Worten und Gesten in jede einzelne Rolle der St Martinslegende schlüpfen und ihren gegenüberstehenden Eltern präsentieren.

Zum Schluss überraschten die Kinder ihre Eltern noch mit dem neuen Lied „Kleine Laterne“, welches mit Gitarre, Glöckchen und Rhythmusinstrumenten begleitet wurde.

Nachdem die Kinder einen großen Applaus bekamen, gab es für sie eine gebackene Martinsgans und für die Geschwisterkinder ein Lebkuchenherz. Vielen Dank für die leckere Spende unseres Bürgermeisters Herbert Strauch, die wie jedes Jahr von der Bäckerei Pummer gebacken wurde.

Bei einer leckeren Tasse Kinderpunsch konnte man sich erwärmen und den schönen Abend ausklingen lassen. Für die Saftspende danken wir der Fima Stöger recht herzlich!

Ein Dankeschön geht auch an den Elternbeirat, der tatkräftig das Gelingen des Festes unterstützt hat.

Tierischer Fasching im Waldkindergarten Übersee

Unter dem Motto „Eine Reise in die Welt der Zootiere“ fanden in diesem Jahr die 3-tägigen Faschingsfeiern im Überseer Waldkindergarten statt. Wie im vergangenen Jahr hatten sich die Kinder dieses Thema in einer Kinderkonferenz mit ihren Erzieherinnen und Erziehern ausgewählt und sich bereits in den letzten Wochen anhand eines großen Tierlexikons intensiv mit vielen Tieren beschäftigt und diese den Ländern zugeordnet, aus denen sie stammen. Besonders die Erdmännchen, aber natürlich auch die Großkatzen fanden die Kinder besonders spannend.

Am Mittwoch schlichen sich bereits die ersten Tiger, Löwen und Elefanten in den Wald hinauf und das bunte Treiben ging los. Am Donnerstag fand das große Faschingsfest unter anderem wegen des reichhaltigen Buffets beim Sportplatz des TSV Übersee und auf dem Spielplatz statt. Im Morgenkreis wurden zunächst alle Wurzelkinder von den Handpuppen der „Mimi-Maus“ sowie der Eule begrüßt. Interessiert schauten die Kinder alle Verkleidungen an und sangen Faschingslieder wie „Wer als … gekommen ist, tritt ein“. Danach wurde der Tagesablauf vorgestellt. Beim Kasperletheater traf der Kasperl auf einen Löwen, der aus dem Zoo entlaufen war. Dieser erzählt auch von seiner Lieblingsspeise: Schokolade!?

Beim Spieleparcours konnten sich die Kinder richtig austoben: Sie durften um die Wette laufen, Fische fangen und ein Wickelspiel mit Robben machen. Dafür bekamen sie Punkte auf ihren Medaillen. Für die fleißigen Zootiere hatte die Eule bereits eine Belohnung vorbereitet, doch – oh Schreck – plötzlich waren diese verschwunden! Nur noch Tierspuren im Schnee und Gummibärchen waren zu sehen. Eine Spurensuche ging los. Zum Glück half die Eule den Kindern die Belohnung und den Schatz wiederzufinden. Dieser wurde im Abschlusskreis verteilt und das Abschlusslied gesungen.

Am Freitag waren alle müde vom Feiern und durften deshalb im Schlafanzug zum Kindergarten kommen, um sich nach der anstrengenden Feierei auszuruhen und einen gemütlichen Tag zu verbringen.

Vielen Dank an das Kindergartenteam für die Organisation der Faschingswoche und danke an die Eltern für die Leckereien am Buffet.

Die Wurzelkinder e.V.

Erntedank und Spendendank bei den Wurzelkindern

Am 6. Oktober feierten die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee Erntedank. Die inzwischen zwei Kindergartengruppen, die jüngeren Wurzelmäuse und die älteren Wurzelhörnchen kamen zunächst alle am neuen x-Gloo zusammen, um dann durch den Wald zur Feier am Bauwagen zu stapfen. Zum Einstieg in das Fest sangen alle das Erntedank-Lied „Erntefest ist heut“ und die Kinder bekamen eine Geschichte vorgelesen. Mit frischem Gemüse vom Dorfladen Zwifi bereitete das Team zusammen mit den Kindern eine leckere Suppe zu. Natürlich durften diese auch Gemüse schnippeln und beobachten wie die im großen Hängetopf auf der Feuerstelle gekocht wurde. Bis die Suppe fertig war, spielten die Kinder in ihrem wunderschönen Herbstwald und zum Abschluss sangen alle nochmals Lieder und brachten so die Dankbarkeit für die reiche Ernte zum Ausdruck.

Spendendank

Dankbar sind die Eltern, das Kindergartenteam und der Verein die Wurzelkinder e.V. allerdings nicht nur für das Gemüse, sondern auch für die Spende, die uns ganz unverhofft der Dorfladen „Zwifi“ zukommen ließ. Beim „Straßefertigfest“ nach Ende der Bauarbeiten an der Feldwieser Straße hatten viele Anlieger zusammen gefeiert und im Rahmen dessen auch gespendet. Wir bedanken uns sehr herzlich bei:

Adler Apotheke, Familie Reif
Kosmetik Alexandra Gschwendner
Installation Anton Gschwendner
Getränkemarkt Renate Gschwendner
Hausarztpraxis Dr. Parzinger
Lotto-Annahmestelle Frau Häusler
Ferienwohnung „Zaislhäusl“ Vroni Irger
Naturstall Maria Steinert
Familie Baumann Trödel und Antiquitäten
Zwifi Dorfladen

Wir freuen uns über den Zusammenhalt vieler Überseer und darüber mit dem Geld eine neue Stoffhaut für das Tipi am Sonnenplatz sowie Kinderbiertischgarnituren und solides Werkzeug für die erweiterte Kinderschar beschaffen zu können.

Das Team, die Eltern und die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee

Vorschulkinder als Chiemseepiraten auf der Herreninsel

„Hey die Piraten kommen, hey die Piraten kommen, hey die Piraten kommen, rette sich wer kann!“ Mit diesem Schlachtruf haben die Vorschulkinder des Gemeinde Kindergartens Zellerpark und des Waldkindergartens „Die Wurzelkinder e.V.“ bei ihrem Ausflug mit dem Chiemseepiraten Peter und dessen Hund Leila ihre abenteuerliche Schatzsuche auf Herrenchiemsee bestanden.

Die Piratenschatzsuche begann mit einer Schifffahrt von Feldwies zur Herreninsel. Das Schiff Maximilian brachte uns sicher zum Bootssteg. Dort begrüßte uns der Chiemseepirat Peter und wir machten uns mit der Kutsche direkt auf den Weg zum königlichen Schloss. Auf dem Weg dorthin bekamen alle Kinder eine Piratenausrüstung, eine Augenklappe und Peter erzählte uns, dass er eine geheimnisvolle Schatzkarte gefunden hat und er mit uns gemeinsam diesen Schatz finden möchte. Die Kinder hörten gespannt zu und bekamen ihre ersten Aufgaben. Denn schließlich waren wir nicht nur zum Schatz suchen, sondern vor allem zum Schatz finden hier.

Am Schloss angekommen machten wir eine Schlossführung und erfuhren vieles über König Ludwig und den Sonnenkönig. Besonders mussten wir auf das Nachtlicht von König Ludwig und die Haarfarbe des Sonnenkönigs achten. Denn diese beiden Farben benötigten wir, um die richtige Richtung auf dem Weg zum Schatz bestimmen zu können. Diese Aufgabe konnten die Kinder schnell lösen.

Nach der Führung machten wir uns daran, den richtigen Weg zu finden und folgten den Pfeilen auf der Schatzkarte. Jedoch waren die tapferen Schatzsucher bereits hungrig. Nach einer Weile hatten wir Glück, denn wir kamen an einer gemütlichen Hütte vorbei und konnten Brotzeit machen. Nach der Stärkung sahen wir auf der Schatzkarte, dass wir nun in den Wald mussten.

Pirat Peter gab uns hierfür gelbe Piratenbänder, die wir uns umbanden, damit wir uns im Wald erkennen konnten. Piratenhund Leila führte unsere Gruppe an. Bevor es losging, sagte uns Peter, dass wir eine Schreipost benötigen, um vor Stolperfallen, Matsch und Ähnlichem zu warnen. Das klappte prima. Die Vorderen warnten die Folgenden vor Gefahren.

Dann wurde es spannend wir mussten verschiedene Hinweise finden, wie Kreuze an Bäumen, einen Pfau, eine Schlange und drei große Tannen. Die Kinder fanden einen Hinweis nach dem anderen und schnell waren wir am Ziel. Wir bargen den Schatz und teilten ihn auf. Jedes Kind bekam den gleichen Anteil. Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Bootssteg. Wir verabschiedeten uns von Peter und Leila und machten, bevor des Nachhause ging, einen Abstecher auf die Fraueninsel.

Dort gab es zur Stärkung ein Eis. Wir beobachteten vorbeifahrende Schiffe, kauften Marzipan und ruhten ein wenig. Wenig später führen wir mit dem Schiff glücklich und müde zurück nach Feldwies. Unser Vorschulausflug hat uns viel Spaß gemacht und es war ein toller Tag.

Schnitzworkshop im Waldkindergarten

Schnitzen gehört für die Wurzelkinder im Waldkindergarten Übersee von den ersten Wochen des Kindergartenbesuchs zum Alltag. Allerdings hatten die Kinder bisher einfach an Stöcken geschnitzt und unter Anleitung des pädagogischen Teams das Werkzeug Schnitzmesser ausprobiert wie auch Sägen und andere Werkzeuge. Am Freitag, 23. Juni hatten dann alle Wurzelkinder sowie Mitarbeiter und Eltern des Waldkindergartens Übersee die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten mit verschiedenen Messern in einem 3-stündigen Schnitzworkshop mit Michael Heuberger auszubauen. Dieser hatte auch den Überseer Dorfmarkt schon einmal besucht und so war der Kontakt schnell hergestellt.

Eine Gruppe erprobte neue Techniken zum Muster schnitzen, hobeln oder bohren bereits am Vormittag, die andere am Nachmittag. Zu Beginn gab „Michl“, wie er sich nennt, einige Informationen zum Ablauf und einige Regeln bekannt, damit alle mit Freude an den Gegenständen arbeiten können, die sie sich vorher ausgesucht hatten.

Multitalent Holz

Egal ob Instrumente, Werkzeuge, Schwerter, Kochbesteck oder sogar Schüsseln, aus Holz lassen sich in relativ kurzer Zeit allerhand tolle Dinge herstellen. So suchte sich jeder ein passendes Holz (für Werkzeuge feste Haselnussäste, für Flöten das weichere Holunderholz) und legte los. Je nach Schwierigkeitsgrad und Technik entstanden in den drei Stunden Flöten, ein Xylophon, Hämmer, Schwerter, Speere und Kochbesteck. Alles Dinge, die man auch direkt ausprobieren und nutzen kann.

Weiterbildung für das Ferienprogramm

Für das Team des Waldkindergartens Übersee war es nicht nur für die „eigenen“ Kinder eine tolle Fortbildung. Die erlernten Techniken wird das Team auch gerne im Rahmen des Ferienprogramms an teilnehmende Kinder weitergeben.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Michael Heuberger für sein Engagement und seine humorvolle Art uns und den Kindern diese schöne Handarbeit mit dem Holz näher zu bringen und sie dafür zu begeistern.

Das Team, die Eltern und die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee

Wurzelkinder gärtnern mit Martin Sichler

In Zusammenarbeit mit der Biogärtnerei Martin Sichler haben die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee direkt am Westerbuchberg Beete angelegt, um Gemüse anzupflanzen. Zunächst hatten die Kinder bereits einen Bodentest auf dem Grundstück von Martin Sichler, das direkt an den „Sonnenplatz“ des Kindergartens grenzt, durchgeführt, um zu erfahren, welche Art von Boden es dort gibt. Es handelt sich um einen lehmigen Boden, der sehr nährstoffreich ist. Das ist natürlich gute Voraussetzung für eine gute Ernte später im Jahr. Davor steht aber noch viel Arbeit an: Zu Beginn der Gartenarbeiten hatten die Kinder bereits den Boden mit Grabgabeln und einem Sauzahn gelockert und umgegraben. Jeweils drei bis vier Kinder kümmern sich zusammen um ein Beet. Die einzelnen Beete wurden mit Stöcken abgesteckt und sind mit einem Weg in Form einer Spirale miteinander verbunden. Dadurch soll ein Gefühl von Gemeinschaft zwischen den Beeten entstehen. Die Kinder übernehmen so früh Verantwortung für ihre Pflänzchen und kümmern sich gegenseitig auch um die Beete kranker oder fehlender Kinder.

Spiel und Spaß beim Gärtnern

Damit der Spaß bei der Sache nicht zu kurz kommt, durften die Kinder im April einen Kürbis den Berg hinunterrollen und werfen, bis er auseinanderbrach. Jedes Kind durfte dann einen Kürbiskern herausnehmen und in einen Topf voll Erde einpflanzen. Ein Teil der Töpfe haben ihren Platz direkt in den Beeten der Kinder gefunden, andere sind unter dem Sonnensegel und wieder andere versuchen ihr Glück im Bauwagen, wo sie noch besser vor Wind und Wetter geschützt sind. Nun beobachten die Kinder unter welchen Bedingungen ein Kürbis am besten wächst.

Das erste Gemüse, das die Kinder unter Anleitung von Martin Sichler direkt im Beet eingepflanzt haben, sind Erbsen. Als Einstieg in ihre Arbeit singen die Kinder oft, machen das Fingerspiel „Mein kleines Beet“ und inspizieren die Setzlinge und Samen genau, indem sie diese ansehen, fühlen und an ihnen riechen. Inzwischen wachsen auch Kohlrabi, Salat, Erdbeeren, Rucola, Kartoffeln, Bohnen, Mais und Charlotten unter der Obhut der Kinder und natürlich unter herzlicher Anleitung von Martin Sichler. Fast täglich pflegen die Kinder nun ihre Beete, beobachten das Wachstum der einzelnen Obst- und Gemüsesorten und jäten Beikraut, an dem man sehen kann, wie nährstoffreich die Erde ist. Auch die Arbeit der Regenwürmer unter der Erde haben die Kinder mit Hilfe eines Regenwurmglases beobachtet und genauer besprochen. Außerdem haben die Kinder inzwischen auch einen Apfelbaum gepflanzt. Nun sind sie natürlich gespannt wann er seine ersten Früchte tragen wird.

Langjährige Zusammenarbeit mit Martin Sichler

Die Kooperation der Wurzelkinder e.V. mit Martin Sichler besteht bereits seit zwei Jahren. Damals hatten die Kinder in einer einmaligen Aktion auf seinem Feld geholfen Zwiebeln zu stecken. Zudem dürfen jede Woche einige Kinder direkt im Hofladen einkaufen: Im Winter die Zutaten für die Suppe, die immer montags an der Feuerstelle am Bauwagen gekocht wird, im Sommer frisches Obst und Gemüse zum rohen Verzehr. Dabei zählen auch die dreijährigen schon fleißig was sie einkaufen und die größeren Kinder dürfen bezahlen. Ein eigenes Beet für die Kinder zu haben ist natürlich etwas ganz Anderes und zudem eine dauerhafte Aufgabe. Damit die Wurzelkinder vom Sonnenplatz direkt zu ihren Beeten gelangen können, und diese auch abgegrenzt und geschützt sind, hat der Vorstand des Kindergartens zusammen mit einigen Eltern extra einen Zaun gebaut und zwei Türchen.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Martin Sichler für seine Zeit, seine Geduld, seine immer freundliche Art und die Möglichkeit, dass unsere Kinder in Zeiten von vollen Supermarktregalen und weltweiter Agrarindustrie noch lernen dürfen, wie man nachhaltig, umweltfreundlich und regional frisches Obst und Gemüse anbaut!

Das Team, die Eltern und die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee.

20170517_Wurzelkind_jähtet_Beikraut 20170517_Wurzelkinder im Beet

Wurzelkinder gehen mit Alpakas spazieren

Oft schon haben die Kinder des Waldkindergartens Übersee die Alpakas am Westerbuchberg gesehen. Vergangene Woche war es dann soweit und die Wurzelkinder machten sich morgens auf den kleinen Fußmarsch zur Koppel der Alpakas von Christa Bader. Zunächst wurden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt, dann folgte eine Übung zur Selbsterfahrung: Eine Gruppe sollte ganz laut auf die Gruppe der anderen zulaufen, damit die Kinder spürten wie sich das anfühlt. Manche empfanden es nicht als Bedrohung, anderen war die Anspannung anhand ihrer Gestik und Mimik anzusehen. Christa Bader befragte dann die Kinder nach ihren Eindrücken und Empfindungen. Oft wurde geäußert, wie laut es war und Christa erklärte, dass das Gehör der Tiere viel feiner ist als das Menschliche und dass Alpakas deshalb aus Angst mit Flucht reagieren. Vielen Wurzelkindern war dies aber schon bewusst, weil sie ja im Wald auch oft ganz still sein müssen, um Vögel oder Rehe beobachten zu können.

Der Gang aus der Koppel heraus

Weil Christa schon zu Beginn des Treffens bemerkte, wie ruhig die Kinder den Tieren begegneten, waren die Wurzelkinder die ersten Kindergartenkinder, die die Alpakas jeweils zu zweit oder zu dritt selbständig am Strick aus der Koppel hinausführen durften. Vorher bekamen sie Trockenfutter in die Hände, um sich den Tieren zu nähern und gegenseitig Vertrauen aufzubauen. Nachdem die Hengste wieder auf der Koppel waren, machten die Kinder Brotzeit. Zum Abschluss durften sie dann noch die Stuten, die getrennt von den Hengsten stehen, mit Gras füttern.

Viele Dank an Christa Bader und ihrer Helferin Christina für das schöne Erlebnis und die Erfahrungen, die die Wurzelkinder mit den Alpakas machen durften!

Alpakaspaziergang2_Wakiga_20170504

Der Osterhase im Waldkindergarten

Schon ein paar Wochen vor dem Osterfest begannen die Kinder mit den Vorbereitungen für das Osterfest. Es wurden Geschichten zum Osterhasen gelesen, Osternester aus Weiden gebastelt und mit Moos ausgelegt und Lieder zu Ostern geübt. Einer der Favoriten der Wurzelkinder ist „Stups der kleine Osterhase“, der allerhand lustige Dinge anstellt. Natürlich erfuhren die Kinder auch warum wir Ostern feiern.

Die Osterfeier im Kindergarten

Besonders aufregend wurde es an dem Tag, an dem der Osterhase tatsächlich durch den Wald hoppelte. Die Kinder hatten vorsorglich einige Karotten ausgelegt damit der Hase im großen Wald am Westerbuchberg auch wusste, wohin der seine Eier und kleine Süßigkeiten bringen sollte. Auch die Kinder der Waldspielgruppe durften mitfeiern. Alle begannen der Tag mit einem Morgenkreis, die Kinder erfuhren die Geschichte zum Ostermorgen und sangen Osterlieder. Danach lauschten die Kinder Geschichten vom Osterhasen und stärkten sie sich am Buffet, das einige Eltern bereitgestellt hatten. Dann schwärmten die Kinder im Wald aus und machten sich auf die spannende Suche nach den Osternestern. Da der Osterhase von dem großen Beet bei Martin Sichler wusste, das die Kinder seit ein paar Wochen pflegen, brachte er nicht nur kleine Leckereien, sondern auch Schaufeln und Rechen zur Pflege der Beete. Nachdem alle Kinder ihr Nestchen gefunden hatten gab es noch einen gemeinsamen Abschlusskreis mit Fingerspiel „Klein Häschen“.

Vielen Dank an die Eltern für das leckere Buffet und ans Team der Wurzelkinder e.V. im Waldkindergarten Übersee für das schöne Osterfest!