„Coronazeit“ im Waldkindergarten „Wurzelkinder e.V.“

Auch im Waldkindergarten Übersee hat die derzeitige Coronakrise nicht halt gemacht und dadurch wurde der Wald leider sehr kinderleer. Diese Zeit konnte das Team nun jedoch für verschiedene Arbeiten nutzen, für die im normalen Alltag weniger Zeit zur Verfügung stehen. So wurden unsere Kisten an den verschiedenen Waldplätzen auf Vordermann gebracht und sowohl aufgeräumt, als auch für die neue Jahreszeit bestückt. Außerdem konnten wir uns der Ordnung im Bauwagen widmen, die im hektischen Kindergartenalltag oft und leider auch schnell etwas untergeht. Zwei sogenannte Kamishibai’s wurden gebaut, Erzähltheater aus Holz. Auch die Gestaltung von diversen Bildern für unser Erzähltheater wurden fertig gestellt. Weiter sind neue Seile für die Kinder zum Spielen im Wald gelandet. Damit der Kontakt zu den Kindern nicht gänzlich abbricht, wurden wöchentlich Kinderbriefe mit Fotos verfasst und per E-Mail an die Kinder und ihre Eltern geschickt. In den Briefen wurden unter anderem Beschäftigungen vorgeschlagen und auch extra Themen an die Vorschulkinder adressiert.

Dabei wurden der „Tast- und Fühlsinn“ thematisiert, denn wir behandelten vor der Kindergartenschließung. Das Thema „Sinne“ unserer Vorschulkinder.

Für die“ neuen“ Mäuse, unsere Kleinen im Wald, wurden Rucksackanhänger gebastelt.

Auch der Muttertag kam nicht zu kurz und es wurde ein Gedicht, ein Erzähltheater, sowie eine Anleitung für eine Muttertags-Massage an die Familien geschickt.

Doch diese wunderschöne Jahreszeit „Frühling“, wenn alles zum Leben erwacht, macht nicht so viel Spaß, wenn sie von den „Wurzelkindern“ entdeckt wird!

Wir freuen uns uns sehr auf euch! Und momentan über jedes „Notbetreuungskind“, dass den Wald wieder mit Kinderlachen belebt!

Orgelpfeifen bei den Orgelpfeifen

Am Donnerstag, den 13.02.2020 besuchten die „Wurzelhörnchen“ des Waldkindergartens „Die Wurzelkinder e. V.“ die katholische Kirche „St Nikolaus“ in Übersee. Im Rahmen eines Musikprojektes der Berufspraktikantin Moni Miller hatte sich die Gruppe mit dem Organisten Herrn Dengler verabredet. Nach dem Begrüßungslied „Good Morning“ erzählte er den Kindern vom Aufbau einer Kirchenorgel und davon, dass zum Tonerzeugen gaaanz viel Luft benötigt wird. Die Kinder durften dann vorsichtig die steile Treppe hinauf zur Orgel gehen, um sie dort ganz genau anschauen zu können. Herr Dengler öffnete den riesigen Holzbau im unteren Teil und führte den interessierten Kindern das gigantische Gebläse vor. Anschließend erklärte er, dass noch viel mehr Orgelpfeifen in dem riesigen Holzbau untergebracht seien, als man von außen sehen könne. Die Kinder staunten, welchen leisen, sehr hohen und aber auch lauten, sehr tiefen Ton die Orgel von sich geben kann. Wunderbar kindgerecht erklärte der pensionierte Lehrer den Wissensdurstigen, wozu die Pedale und Tasten gebraucht werden. Schließlich spielte Herr Dengler schöne Melodien, welche in der großen Kirche widerhallten. Als Überraschung hatten die Kolleginnen Moni Miller und Rosmarie Lohwieser mit den Blockflöten ein Kirchenlied und ein irisches Segenslied geübt und durften gemeinsam mit der Orgel spielen. Den „Wurzelhörnchen“ hatte es sehr gut gefallen und so manch ein Kind meinte, es käme mal am Sonntag zum Gottesdienst, wenn Herr Dengler wieder an der Orgel spielt. Wir bedanken uns nochmals recht herzlich bei Herrn Dengler für die wunderbare Zeit, sein Engagement für die Bildung unserer „Wurzelhörnchen“ und hoffen weiterhin auf gute Zusammenarbeit!

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Ausflug der „Wurzelkinder“ zur „Adler“-Apotheke

Am Dienstag, den 15. 10.19 besuchte die Gruppe der Wurzelhörnchen vom Waldkindergarten „Wurzelkinder“ e.V. die „Adler“- Apotheke in Übersee.  Frau und Herr Reif empfingen die Kinder herzlich und zeigten ihnen die Räumlichkeiten der Apotheke. Es war für alle ein besonderes Erlebnis, einmal hinter die Kulissen blicken zu dürfen. So lernten die Kinder z.B. verschiedene Kräuter kennen, die für die Zubereitung von Tees geeignet sind, wie viele Medikamente in die riesigen Schränke passen, was ein „Herbarium“ ist und wo der Apotheker schläft, wenn er Notdienst hat. Der eigentliche Grund des Besuches war Kühlpacks zu besorgen, die im Waldkindergarten immer wieder zum Einsatz kommen. Zur großen Überraschung wurden sie von der „Adler“- Apotheke gespendet. Vielen herzlichen Dank dafür und auch für die interessante, kindgerechte Führung mit vielen kleinen Überraschungen.

Sankt Martinsfest und neues Tipi im Waldkindergarten Übersee

Vergangenen Freitag feierten die Wurzelkinder bei mildem Herbstwetter ihr alljährliches St. Martinsfest im Wald. Nachdem alle Kinder mit ihren Laternen, begleitet von Familien, Freunden sowie Bürgermeister Marc Nitschke mit Familie am Bringplatz in der Wessenerstraße eingetroffen waren, setzte sich der Laternenzug langsam in Bewegung. Diesmal trugen die Kindergartenkinder bunt bemalte Metalldosen, in die sie mit Hilfe von Nägeln Sterne, Herzchen oder andere Muster hineingestanzt hatten. Begleitet von bekannten Laternenliedern folgte der Zug dem stimmungsvollen Lichterweg zum „Schwammerlplatz“. Die Kindergartenleitung Sylvia Haitzmann begrüßte die Anwesenden herzlich und erklärte, dass die Kinder im folgenden Rollenspiel dieses Jahr besonderes Augenmerk auf die Situation des Bettlers gelegt haben.

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Anschließend stellten einige Kinder die berühmte Martinslegende dar, bei der ein Bettler in vielen Häusern um Hilfe bat, aber überall abgelehnt wurde, bis schließlich der heilige Ritter St. Martin seinen Mantel teilte und ihm half. Die Kindergartenkinder, die nicht bei der Darstellung mitwirkten, begleiteten das Rollenspiel mit Instrumenten wie Glockenspielen, Schellenringen, Klangstäben und Rasseln. Zum Schluss bekamen die Kinder frisch gebackene Martinsgänse, die auch dieses Jahr der Bürgermeister gespendet hatte. Auch Geschwisterkinder freuten sich über eine Martinsgans, die der Lohnunternehmer Burghartswieser spendete. Bei Kinderpunsch, Brezenstangerl, Lebkuchen und Plätzchen, die der Elternbeirat organisiert hatte, klang das Fest im laternengeschmückten Wald aus. Wir bedanken uns sehr herzlich bei Bürgermeister Marc Nitschke und dem Lohnunternehmer Burghartswieser für die Martinsgänse, beim Kindergartenteam für die Vorbereitung und bei allen Helfern für das gelungene Fest!

Waldaktionstag und neues Tipi

Nachdem der letzte Herbststurm die verbliebene alte Hülle des Tipis endgültig zerfetzt hatte, war dringend ein Neues fällig. Die Einnahmen der Tombola beim diesjährigen Dorffest ermöglichten der Vorstandschaft der Wurzelkinder e.V. die Investition in das neue Tipi. Im Rahmen des Waldaktionstages am Samstag nach dem St. Martinsfest haben engagierte Eltern dieses aufgestellt und die Tipihaut befestigt. Zudem wurde der Kirchweg vom Laub befreit, um ihn gut begehbar zu halten und wie immer die Bauwägen geputzt.

Die Kinder können sich nun auf den neuen Unterschlupf am Sonnenplatz und die gepflegten Wege und Bauwägen freuen. Herzlichen Dank allen Beteiligten sowie an alle, die mit einem Loskauf auf dem Dorffest zum Erlös beigetragen haben

Umfrage: Was soll am Christkindlmarkt angeboten werden?

Die Umfrage endet am 04.11. um 22 Uhr. Es ist eine Mehrfachauswahl möglich.

Was soll am Christkindlmarkt angeboten werden?

  • Ich bin bereit beim basteln mitzumachen (33%, 8 Votes)
  • Weißer Glühwein, apfelpunsch und Zwetschgenbavesen (29%, 7 Votes)
  • Weißer Glühwein, apfelpunsch, Zwetschgenbavesen und Gebasteltes (17%, 4 Votes)
  • Alles zusammen, so wie die letzten Jahre auch (13%, 3 Votes)
  • Weißer Glühwein, apfelpunsch, Zwetschgenbavesen und Plätzchen (8%, 2 Votes)

Total Voters: 16

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Gesundheitspolizei des Waldes ist zurückgekehrt

Auf dem Gelände des Waldkindergartens am Westerbuchberg haben sich nach Jahren erstmals wieder Waldameisen angesiedelt. Im September 2017 haben die Wurzelkinder am Schwammerlplatz den ersten kleinen Ameisenhügel entdeckt, im Frühjahr 2018 dann auch am Sonnenplatz. Dies sind die beiden am häufigsten benutzten Plätze des Waldkindergartens. Am Schwammerlplatz nutzen die Ameisen eine Brücke, die von uns zur Überquerung eines kleinen Grabens gebaut wurde, als Gerüst für ihren Hügel. Seitdem gehen die Kinder außenrum… Am Sonnenplatz haben sich die Ameisen genau den Hände-Wasch-Baumstumpf des Kindergartens als Revier ausgesucht. Auch hier sind wir flexibel.

Dies ist eine erstaunliche Entwicklung, da zum Start des Waldkindergartens im Jahr 2014 gar keine Ameisen auf dem Gelände zu entdecken waren. Um diese positive Entwicklung zu unterstützen, hat der Kindergarten rund um die Ameisenhügel “Schutzzonen” errichtet. Das bedeutet, dass direkt bei den Ameisenhügeln keine Spielbereiche mehr sind damit sich die Ameisen ungestört entwickeln und weiter verbreiten können. Natürlich dürfen die Kinder die Insekten mit Abstand beobachten, was sie auch interessiert tun. Wenn Fragen aufkommen, wird das Thema immer wieder im pädagogischen Alltag aufgegriffen und zum Beispiel anhand des Bilderbuchs “Wie leben die kleinen Waldameisen?”, veranschaulicht.

Warum Ameisen so wichtig sind

Waldameisen halten den Wald gesund, indem sie den Boden durchlüften, Pflanzensamen verbreiten und viele Abfälle verwerten. Ein Ameisenstaat ist gut organisiert, denn jede Ameise hat eine bestimmte Aufgabe. Im Ökosystem Wald sind Ameisen ein wichtiger Baustein: Sie sind selbst Räuber, dienen aber für Spinnen, Igel, Mäuse, Reptilien und Amphibien des Waldes auch als wertvolle Nahrung. Die Beutetiere der Ameisen sind vor allem andere Insekten – auch solche, die Bäume schädigen können. Dadurch schützen Ameisen die Bäume und sorgen dafür, dass der Wald gesund bleibt. Tote Insekten werden von ihnen ins Nest transportiert und an die Brut verfüttert. Ameisen werden deshalb auch die “Gesundheitspolizei” des Waldes genannt. Weil sich oft mehrere Ameisen am Transport der Beutetiere beteiligen, können sie auch Tiere überwältigen, die viel größer sind als sie selbst.

Zudem verbessern Ameisen den Waldboden: Sie sorgen dafür, dass liegende Holzstämme oder Baumstümpfe schneller verrotten und wieder zu wertvoller Erde werden. Außerdem tragen sie durch den Neubau oder Umbau ihrer Nester dazu bei, dass der Waldboden durchmischt und durchlüftet wird. Pflanzen können dadurch besser wachsen. Zu guter Letzt gibt es Waldblumen, deren Samen nur durch Ameisen verbreitet werden, indem die Arbeiterinnen diese als Abfall aus dem Nest bringen und auf diese Weise in der Umgebung verteilen.

Wir freuen uns über die Ansiedelung der Ameisen am Westerbuchberg und werden sie weiter schützen.

Gemeinsam gegen Leukämie: 800 Menschen ließen sich in Übersee registrieren

Um die Überseer 3-fach Mama Veronica in ihrem Kampf gegen Leukämie zu unterstützen, fand am Muttertag (13. Mai) bei der Feuerwehr in Übersee in Zusammenarbeit mit der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) eine groß angelegte Typisierungsaktion statt. Genau 800 Menschen im Alter zwischen 17 und 55 Jahren machten einen Wangenabstrich, um feststellen zu können, ob sie als Stammzellenspender für Veronica oder einen anderen Leukämiekranken in Frage kommen. Da die Laboruntersuchung für jeden Abstrich 35 € kostet (also 28.000 € für alle 800 Personen), werden auch dringend Spendengelder benötigt, die die DKMS als gemeinnützige GmbH entgegennimmt. Insgesamt kamen an dem Tag durch private Spenden, Spenden der unten genannten Unternehmen und Organisationen sowie dem Kuchenverkauf bereits 11.550 € zusammen.

Weitere Spenden und Registrierungen

Zusätzlich ist noch ein Konzert geplant, dessen Erlös der DKMS zu Gute kommen soll. Das Konto für Veronica bleibt noch etwa ein halbes Jahr aktiv, so dass alle, die möchten, auch jetzt noch spenden können. Zudem ist auch eine Registrierung online unter dkms.de möglich.

Dank der Initiatoren und der Familie

Innerhalb von drei Wochen hatte sich unter der Leitung von Carola Schaffer und Lisa Öttl sowie dem Elternbeirat des Waldkindergartens und Dr. Martin Metz ein Aktionsbündnis zusammengetan, um möglichst viele Menschen zu einer Spende zu motivieren. Insgesamt 80 Helfer trugen zum Erfolg der Aktion bei: Unter anderem wurden unter Regie von Susi Walch im Vorfeld 6.500 Flyer und etwa 250 Plakate gedruckt und im Chiemgau sowie Berchtesgadener Land und bis nach Rosenheim verteilt, Medien wurden informiert und viele Posts in sozialen Medien geteilt sowie unzählige Kuchen gebacken.

Die größten Spender (Sach- und Geldspenden) im Einzelnen:

Adelholzner (Getränke)
Auerbräu (Getränke)
Bäckerei Brai (Semmeln)
Bäckerei Pummer (Semmeln und Brezn)
Da Feldwieser Trödeltrupp (600 EUR)
Donebauer, Burgi Gschoßmann (100 EUR)
Edeka Waltner Übersee (Kaffee)
Familie Jobst (Wurst und Käse)
Frisch, Elke (Nachdruck von Flyern und Plakaten)
Friedmann; Gerti (Erlös vom Töpfern während der Registrierungsaktion)
Heldmann, Gerald (Druck von Plakaten)
SPD (200 EUR)
Stöger (Getränke)
VR-Bank (500 EUR)
Waldkindergarten Übersee, Elternbeirat: Die Wurzelkinder e.V. (1.500 EUR)
Wirtshaus D’Feldwies (500 EUR)
Zaißlhäuslhof, Veronika Irger (Druck von 5.000 Flyern)

Veronicas Familie, die DKMS sowie die Initiatoren bedanken sich nochmals sehr herzlich bei allen Helfern und Spendern, insbesondere bei der Feuerwehr Übersee, die unbürokratisch ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat, dem Bürgermeister Mark Nitschke sowie der Gemeinde Übersee für die unkomplizierte Unterstützung und allen Kuchenbäckern.

Wir sind beeindruckt über den tollen Zusammenhalt im Dorf und bedanken uns bei allen Unterstützern und Helfern der Aktion, die alle Erwartungen übertraf.

Die DKMS sowie Initiatoren der Aktion