Tatü – Tata, die Bergwacht ist wieder da!

Gleich nach dem Erntefest stand schon das nächste Highlight auf dem Programm. Das wollten sich die „Mäuse-Hörnchen“ natürlich nicht entgehen lassen. Damit wir es auch rechtzeitig schaffen würden, hielten wir den Morgenkreis an diesem Tag kurz und zogen gleich im Anschluss los, Richtung Bauwagen.

An dem Tag waren alle Kinder besonders flott und so konnten wir noch rechtzeitig unsere Brotzeit essen. Danach stellten sich viele Kinder am Zaun der Kuhweide auf und schauten vor auf die Westerbuchberg-Straße. Das Quad erkannten sie natürlich schon von weitem und alle riefen aufgeregt durcheinander: „Er kommt! Er kommt!“

Nach einer herzlichen Begrüßung entschieden wir also, mit dem „offiziellen Teil“ zu beginnen. Christoph Frey erzählte, dass sein Sohn auch mal bei den „Wurzelkindern“ im Waldkindergarten war und er deshalb immer so gerne zu uns kommt. Er schnallte dann sein Gepäck vom Quad runter und erklärte an dessen Inhalt, für was die Bergwacht so alles zuständig ist. „Wir retten und bergen, bei jedem Wetter in jedem Gelände!“, das ist das Motto der Bergwacht.Somit besteht die Ausrüstung zum einen Teil aus Verbands- und Erste-Hilfe-Materialien, zum anderen aus Ausrüstung für jede Art von Gelände oder Wetter. Wärme-Kompressen, Mini-Defibrillator und Rettungsdecken gehören genau so dazu wie Kletterseile, Karabiner oder Wechselwäsche. Denn auch bei Schnee und Regen rücken die Männer und Frauen der Bergrettung aus.

Damit man es sich besser vorstellen konnte, bekam eines der „Hörnchen“ sogar einen echten Kopfverband und Christoph machte vor, wie er nun die Leitstelle informieren würde. Zum Glück war es nur im Spiel und wir konnten noch weiter zuhören.

Die Gründe, warum die Bergwacht ausrücken muss, sind auch ganz verschieden. Manchmal hat sich jemand verletzt oder verlaufen, aber manchmal müssen auch Hunde vom Berg gerettet werden, die sich die Pfoten aufgerieben haben. Manche Leute sind auch nicht so gut vorbereitet und haben z.B. beim Berggehen kein Licht dabei. Wenn es dann dunkel wird, können sie dann nicht so gut weitergehen, weil der Weg zu unsicher wird. Auch dann hilft die Bergwacht weiter. Wenn das Gelände sehr unwegsam ist, müssen die Bergwachtler:innen sogar mit dem Hubschrauber kommen. Auch dafür ist Christoph ausgebildet und er zeigt den Kinder, mit welchem Gurt er sich dann am Hubschrauber festmacht und welches Signal man am Berg geben kann, damit der Pilot weiß, wo man ist. Dabei kann eine Rettungsdecke hilfreich sein. Diese hält schön warm und ist auch vom Hubschrauber aus gut zu erkennen. Bei anderen Einsätzen fährt die Bergwacht mit ihren Fahrzeugen so weit, wie es geht und den Rest des Weges legen sie dann zu Fuß zurück. Manchmal muss auch geklettert werden.

Die Bergwachtler:innen haben also einen abwechslungsreichen und abenteuerlichen Job, den sie gerne machen, damit viele Menschen gesund und sicher wieder nach Hause kommen.
Nach so viel Erklärungen waren die Kinder bereit, auf das Quad zu steigen. Mal wechselten sie sich ab, mal saßen sie zu zweit oder sogar zu dritt auch dem gepolsterten Sitz. Christoph bekam dabei viele Fragen gestellt. Zum Beispiel, wofür die vielen Knöpfe alle gut sind und ob das Quad auch einen Kofferraum hat (hat es tatsächlich).
Als der Kinderauflauf sich allmählich verteilt, packte auch Christoph wieder zusammen. Mit einer neue getexteten „Dankesstrophe“ auf unser bekannte Morgenkreislied-Melodie verabschiedeten wir uns. Zum Abschied ließ er beim Wegfahren sogar noch das Blaulicht leuchten und die Sirene ertönen und alle Kinder waren mächtig beeindruckt.

Vielen herzlichen Dank für deinen spannenden Besuch und deine Zeit, lieber Christoph!