Sankt Martinsfest 2015 im Waldkindergarten Übersee

Anfang November feierten die Wurzelkinder bei mildem Herbstwetter das zweite Martinsfest im Wald. Nachdem alle Kinder mit ihren selbstgebastelten Eichhörnchen-Laternen begleitet von Familien, Freunden und Nachbarn am Bringplatz in der Wessenerstraße eingetroffen waren, setzte sich der Laternenzug langsam in Bewegung. Begleitet von bekannten Laternenliedern folgte der Zug dem stimmungsvollen Lichterweg zum „Schwammerlplatz“. Die Kindergartenleitung Irmi Klauser begrüßte alle Kinder und Erwachsenen und dankte dem Überseer Bürgermeister Marc Nitschke und der Gemeinderätin Erika Stefanutti, die Martinsgänse für alle Kinder als Spende mitgebracht hatten. Ihr besonderer Dank galt auch wieder den Waldgrundbesitzern Peter Stöger (Flaul), Klaus Stöger (Mandel) und Wast Stöger (Schließpointner) dafür, dass sie ihre Waldgrundstücke den Wurzelkindern als Aufenthaltsort zur Verfügung stellen.

Anschließend wurde die Martinslegende von den Kindern als Rollenspiel dargestellt. Dabei wurden die drei armen Bettler (Paul Frisch, Tori Zaunmüller, Anne Rose Massawe) von drei eigennützigen habgierigen Menschen (Cäcilia Detsch, Simon Wallner und Jan Kubicek) auf ihr Bitten hin abgewiesen. Bis der „Retter“ Sankt Martin (Karolina Irger) auf seinem Pferd (Matilda Thaller) mit Schwert und Schild bewaffnet angeritten kam, seinen roten Mantel teilte und diesen barmherzig dem frierenden Bettler gab. Begleitet wurde das Spiel von Sabine Pröls mit der Querflöte. Als Höhepunkt führten alle Wurzelkinder einen wunderschönen, bewegenden Laternentanz auf bevor sie die Martinsgänse mit Familienmitgliedern und Freunden teilen duften. Bei Kinderpunsch, Brezenstangerl und Kuchen klang das Fest im laternengeschmückten Wald aus. Herzlichen Dank an alle Helfer für das gelungene Fest!

Einladung: St. Martinsfest im Waldkindergarten am 13. November

Diesen Freitag, den 13. November (Ausweichtermin bei Regenwetter ist Montag, 16. November) feiern die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee am Westerbuchberg das St. Martinsfest. Treffpunkt ist um 16:30 Uhr am Bringplatz in der Wessener Str, Von dort aus gehen die Kinder gemeinsam mit den Erzieherinnen und ihren Familien entlang eines kerzengesäumten Weges ein Stück in den Wald hinauf zum so genannten“ Schwammerlplatz“. Nach den Feierlichkeiten mit St. Martinsliedern bietet der Elternbeirat Punsch, Butterbrezen und Kuchen an. Neben den Familien der Wurzelkinder sind auch Förderer und Freunde des Waldkindergartens sowie Anwohner sehr herzlich eingeladen.

Wichtiger Hinweis: Da am Bringplatz in der Wessener Str. nicht genügend Parkplätze zur Verfügung stehen bitten wir dringend darum am Dirtpark oder am Vereinsheim des TSV Übersee zu parken. Außerdem bitten wir aus Gründen des Umweltschutzes jeden eine eigene Tasse mitzubringen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

TSV Übersee stellt den Wurzelkindern Schutzraum zur Verfügung

Ab sofort steht den Kindern des Waldkindergartens „Die Wurzelkinder e.V.“ in Übersee bei Extremwetterlagen das Sportheim des TSV Übersee als „Schutzraum“ zur Verfügung. Die Vorstände der beiden Überseer Vereine Bernhard Jakisch (1. Vorstand TSV Übersee) und Lisa Öttl sowie Sepp Wallner (1. bzw. 2. Vorstand der Wurzelkinder e.V.) haben sich zusammen mit der Leiterin des Waldkindergartens Irmi Klauser darauf verständigt, dass die Wurzelkinder in Übersee bei Sturm, Hochwassergefahr oder anderen Extremwetterlagen die Räumlichkeiten des TSV am Fußballplatz als Unterschlupf nutzen dürfen. Innerhalb von nur vier Wochen konnte ein entsprechender Vertrag dazu unterzeichnet werden. Das zuständige Jugendamt in Traunstein wurde über die neue Regelung informiert.

Aus der Erfahrung vom letzten Kindergartenjahr ist es an 6-10 Tagen im Jahr für die Kinder zu gefährlich, den Tag im Wald zu verbringen, da etwa durch herabstürzende Äste Verletzungsgefahr besteht. Bislang mussten die Eltern ihre Kinder bei Unwetter nach Mietenkam in die Praxisräume von Irmela Scheidle bringen und dort natürlich auch wieder abholen. „Die Nähe des Vereinsheims zu „unserem“ Wald am Westerbuchberg ist optimal für uns“, freut sich die Leiterin des Waldkindergartens, Irmi Klauser. „So können wir bei aufziehendem Sturm mit den Kindern sofort zum Schutzraum aufbrechen und flexibel auch wieder zurückgehen falls sich zum Beispiel ein Gewitter nach kurzer Zeit wieder verzieht.“ Auch für die Eltern der meist Überseer Kinder bietet ein Schutzraum in Übersee natürlich organisatorische Vorteile.

Die Vorstände der Wurzelkinder e.V., die Erzieherinnen des Waldkindergartens sowie die Eltern bedanken sich bei der gesamten Vorstandschaft des TSV Übersee für die sehr gute und unbürokratische Zustimmung zur Nutzung des Vereinsheims. Herzlichen Dank auch an Irmela Scheidle, die ihre Praxisräume im ersten Kindergartenjahr zur Verfügung stellte.

(Fotografin: Tina Zaunmüller)

Hinweis zum Dorfmarkt

Die Wurzelkinder e.V. verkaufen beim nächsten Dorfmarkt wieder Zwetschgenbavesen sowie Kaffee und hausgemachte Kuchen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Wurzelkinder feiern Erntedankgottesdienst 2015 im Wald

Bei schönstem Herbstwetter feierten die Wurzelkinder am Freitag mit Ihren Eltern und Erzieherinnen einen wunderbaren Erntedankgottesdienst unter freiem Himmel am Sonnenplatz, der seinem Namen alle Ehre machte. Gemeindereferent Richard Mittermaier leitete die Feier zum Thema Pflanzen, wachsen, reifen und ernten. Jedes Kind hatte ein Korb mit Erntedankgaben mitgebracht, die reihum begutachtet wurden. Eifrig benannten die Kinder Äpfel, Gurken, Tomaten, Nüsse, Mais und vieles mehr. Hintereinander trugen sie ihre Erntegaben zum Lied: “Seht was wir geerntet haben” zum festlich geschmückten Erntetisch.

Anhand eines Rollenspieles stellten die älteren Wurzelkinder den jahreszeitlichen Werdegang eines Apfelbaumes von der Blüte bis zur Apfelernte bildlich dar. Die Kinder wissen schon was nötig ist, damit jede Pflanze wachsen und gedeihen kann: Ein Kind strahlte als Sonne, eines brachte Regen und eines brauste als Wind um den Baum, denn der ist wichtig zur Bestäubung der Blüten. Natürlich sind auch Tiere hilfreich bei der Fortpflanzung und Bestäubung. So beobachten die Wurzelkinder immer wieder Eichhörnchen, Bienen, Insekten und Vögel bei ihrer „Arbeit“ im Wald.

Im Kreis stehend sangen alle das Lied: “In einem kleinen Apfel” und freuten sich am Bewegungsspiel: “Ich hol mir eine Leiter und steige auf den Apfelbaum”. Gemeindereferent Richard Mittermaier erklärte, dass die Kinder Liebe, Zuwendung und Geborgenheit brauchen, um wachsen und gedeihen zu können. Er betonte auch, wie schön es sei, dass die Waldkinder den intensiven Bezug zur Natur hautnah erleben dürfen. Bevor alle Teilnehmer des Gottesdienstes die Erntegaben essen durften, sangen die Kinder zum Abschluss noch ihr Lieblingslied zum Erntedank: “Gottes Liebe ist so wunderbar, so wunderbar groß”

Die Wurzelkinder e.V.

Ferienprogramm: Besuch im Waldkindergarten

Im Rahmen des Ferienprogramms hatten Kindergarten- und Schulkinder die Möglichkeit einen Vormittag im Wald am Westerbuchberg zu verbringen. Neun Kinder im Alter von 5-8 Jahren besuchten die Wurzelkinder und lernten, dass es auch ohne Spielzeug im Kindergarten nicht langweilig wird. Sie machten eine Schatzsuche, bei der sie an verschiedenen Stationen Rätsel zu Naturfragen lösen mussten. An der Denkerstatue beim Hofladen des Biobauern Martin Sichler fanden sie dann ihren Schatz. Der Elternbeirat der Wurzelkinder sorgte für eine gesunde Brotzeit für die Schatzsucher. So verging die Zeit wie im Fluge und die Kinder kehrten müde und fröhlich nach Hause zurück.

 

Indianerwochen bei den Wurzelkindern e.V.: Tipi am Sonnenplatz

Dieser Tage beschäftigen sich die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee mit den Indianern. Denn wie schon die nordamerikanischen Indianer im 19. Jahrhundert haben die Kinder seit einigen Tagen ein Tipi, also ein echtes Indianerzelt. Für die Nomaden waren diese Zelte aus Holz und Leder oder Stoff richtige Wohnräume, den Kindern dient das Tipi auf halber Höhe zum Bauwagen künftig als Unterschlupf bei Regen und Schnee, zum Brotzeit machen und natürlich auch zum Spielen.

Das Tipi der Wurzelkinder hat einen Durchmesser von 4,5 Metern und ist etwa 4 Meter hoch. Der Wildnispädagoge Dirk Schröder aus Bad Feilnbach hat in seiner Wildnisschule ebenfalls Tipis und deshalb bereits viel Erfahrung mit dem Aufbau dieser Zelte. Er half den fleißigen Eltern sowie dem zweiten Vorstand der Wurzelkinder, Sepp Wallner, der das Projekt geplant und geleitet hat, die 6 Meter langen Holzstangen mit einer Plane aus Stoff zu verbinden und das Zelt innerhalb von vier Stunden aufzustellen. Conny Lenz aus Übersee hatte zuvor die Zeltplane aus einem stark verwebten Baumwollstoff für das Tipi genäht und war beim Aufbau natürlich ebenfalls vor Ort.

Die Kinder sind ganz begeistert von ihrem Tipi am so genannten Sonnenplatz, dem hellsten und sonnigsten Platz des Kindergartengeländes am Westerbuchberg. Natürlich spielen die Kinder auch selbst Indianer und haben sich auch schon indianische Namen gegeben wie kleiner Falke, schlaue Eule, Weißkopfadler und viele mehr. In den nächsten Wochen erfahren die kleinen Indianer dann mehr von der Lebensweise ihrer großen Vorbilder, die im Einklang mit der Natur zu jeder Jahreszeit in solchen Zelten lebten.

Den größten Teil der Kosten für die Materialen und die Fertigung des Tipis konnte der Elternbeirat mit den Einnahmen vom Christkindlmarkt und den Verkäufen auf dem Dorfmarkt finanzieren. Vielen Dank an alle Käufer! Die Wurzelkinder e.V. mit Vorstandschaft, Eltern und Erziehern bedanken sich zudem ganz herzlich bei Conny Lenz für ihre Näharbeit, beim Wildnispädagogen Dirk Schröder für Rat und Tat, bei der Bäckerei Brai für die Brotzeit für das Aufbauteam und natürlich bei allen Helfer und Beteiligten sowie bei allen Unterstützern des Waldkindergartens!

Auch auf dem nächsten Dorfmarkt am 18. Juli 2015 organisiert der Elternbeirat wieder den Verkauf von Zwetschgenbavesen, Kaffee und Kuchen. Die Wurzelkinder und ihre Eltern laden Sie alle sehr herzlich ein und freuen sich auf zahlreiche Gäste!

Osterhase im Waldkindergarten Übersee

Schon seit einigen Wochen konnten die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee einen richtigen Feldhasen beobachten, der fröhlich durch die heimischen Wälder des Westerbuchberges hoppelte. Natürlich wurde in der Osterzeit die Vermutung laut, dass es sich hierbei um den berühmten Osterhasen handeln könnte.

Am Freitag vor den Osterferien war es dann soweit und die „Gerüchte vom Osterhasen“ wurden durch einen geheimnisvollen Brief untermauert. Die Kinder staunten nicht schlecht, als sie einen Brief mit Schatzkarte vom Osterhasen im Wald versteckt fanden. Anhand dieser Botschaft konnte der Fundort der Osternester entschlüsselt werden. Nachdem die Wurzelkinder mit den Örtlichkeiten des

Waldes mittlerweile bestens vertraut sind, konnte die Osternestersuche gezielt angegangen werden.

Am „Schwammerlplatz“ wurden sie schließlich fündig und entdeckten nach einer intensiven Suchaktion endlich ihre gut versteckten Osternester, die sie einige Tage vorher aus einer Baumscheibe sowie Nägeln und wildem Clematis geschickt gebaut und mit Moos ausgelegt hatten. Manche Nester waren in hohlen Bäumen oder unter Wurzeln versteckt, andere wiederum mussten erst von den Bäumen heruntergeholt werden.

Nachdem alle Kinder ihre selbst gebastelten Osternester gefunden hatten, durfte jedes als Belohnung eine Kleinigkeit daraus naschen. Zum Dank an den Osterhasen führten die Kinder einen lustigen Osterhasentanz auf, bevor sie aufgeregt ihren Eltern entgegen liefen, um ihnen von ihren spannenden Erlebnissen zu berichten.

Alle Bilder zu Ostern wie immer in unserer Galerie:

http://wakiga.bincom.de/gallery/Ostern-2015

 

Pflanzaktion in der Gärtnerei am Westerbuchberg

Die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee wandern bei ihrem Aufstieg zum Westerbuchberg täglich an der Biogärtnerei des Martin Sichler vorbei. So erleben sie aus nächster Nähe das Pflanzen, Wachsen und Ernten verschiedener Obst und Gemüsesorten. Bedingt durch diese idealen Voraussetzungen bieten sich gemeinsame Aktivitäten hervorragend an.

Der Biogärtner Martin Sichler braucht im Frühjahr viele fleißige Hände für seine Aussaat und nachdem Kinder mit Leidenschaft in der Erde graben, von Natur aus wissbegierig und neugierig sind, waren alle mit Begeisterung bei der Sache. Mit viel Geduld und Hingabe erklärte Martin Sichler den kleinen Gärtnern auf kindgerechte Art wie kleine Zwiebeln gesteckt werden müssen. So durften die Kinder zunächst einen „Zaubertrank“ mit Wasser und verschiedenen Kräutern zur Wachstumsförderung herstellen. In diesem Sud tränkten sie die kleinen Zwiebeln. Anschließend erhielt jedes Kind sein eigenes vorbereitetes Pflanzbeet und durfte seine Zwiebeln selbständig in Hand breitem Abstand stecken und danach angießen.

Martin erklärte den Kindern noch ausgiebig was Pflanzen zum Wachsen und Gedeihen brauchen. Neben den natürlichen Elementen Erde, Wasser und Luft auch viel Zeit und Liebe, damit sie sich optimal entwickeln können. Nun bestehen die Wurzelkinder darauf, täglich bei ihren Zwiebeln vorbeizuschauen, um sich von ihrem Wachstum zu überzeugen. Zur ihrer großen Freude spitzen die ersten grünen Triebe bereits heraus.

Mit einem selbst gebastelten Osternest und einem Fotoplakat für den Hofladen bedanken sich die Wurzelkinder mit ihren Erzieherinnen bei Martin Sichler für die liebevolle und geduldige gemeinsame Pflanzaktion.

Ein elementarer Schwerpunkt im pädagogischen Konzept des Waldkindergartens ist die Gesunderhaltung des Körpers, zu der natürlich auch eine ausgewogene und gesunde Ernährung gehört. Aus diesem Grund ermöglichen wir den Kindern täglich den Zugang zu gesundem Obst und Rohkostgemüse. Dieses holen wir uns nach Bedarf frisch bei der Gärtnerei Martin Sichler und bereiten gemeinsam mit den Kindern einen appetitlichen Obst- und Rohkostteller zu. Das schmeckt allen Kindern!

Ein herzliches Dankeschön an Martin Sichler, bei dem wir jederzeit herzlich willkommen sind, für seine Zeit und Geduld mit den kleinen Gärtnern!

Die Erzieherinnen des Waldkindergartens Übersee mit seinen Wurzelkindern

Besuch beim Imker

In den letzten Wochen drehte sich bei den Wurzelkindern des Waldkindergartens Übersee alles um die Honigbienen. Beim Aufstieg zum Westerbuchberg wandern die Kinder täglich am Bienenhaus des Imkers Hans Thullner aus Übersee vorbei. So wurde bei den Kindern das Interesse am Leben der Honigbiene geweckt. Zunächst vermittelten die Erzieherinnen anhand von Sachbüchern, Anschauungsmaterialien und Gesprächen den Wurzelkindern das Basiswissen über das hoch interessante Leben der Honigbiene.

Einige Tage später erlebten die Kinder dann unter Anleitung des Imkers Hans Thullner hautnah, wie die Hierarchie eines Bienenvolkes funktioniert und dass jedes Tier bestimmte Aufgaben hat. Sie beobachteten das emsige Treiben der Arbeiterbienen beim Bau der Waben und füttern der Eier, erfuhren wie die Wächterbienen das Flugloch bewachen, wie sie sich vor Feinden schützen und gegenseitig durch Duftstoffe verständigen. Der Imker erklärte auch, dass Bienen neben der Honigproduktion extrem wichtig für die Bestäubung der Obstbäume sind und wie sich der Mensch den Tieren gegenüber verhalten muss, um nicht gestochen zu werden, denn dies tun Bienen nur, wenn sie sich bedroht fühlen.

Im Rahmen des Bienenprojektes stand auch ein Besuch beim Imker Martin Heiß aus Rottau an, dessen Tochter im Waldkindergarten Übersee ein Praktikum absolvierte. Martin Heiß vertiefte das Thema anhand eines Schaukastens, in dem die Kinder die Arbeit der Bienen mit Königin beobachten konnten. Die männlichen Drohnen, die keinen Stachel besitzen, durften die Kinder sogar auf ihrer Hand halten und streicheln. Manche Kinder schlüpften auch einmal in den Schutzanzug des Imkers, lernten dessen Utensilien kennen und erfuhren alles über die Tätigkeitsbereiche des Imkers. Nachdem die Kinder fast eine Stunde konzentriert und aufmerksam gehört, gestaunt und gelernt hatten, bekamen alle eine leckere Honigsemmel aus eigener Herstellung der Familie Heiß. Anna Heiß, die Praktikantin im Waldkindergarten, gestaltete für die Wurzelkinder ein tolles Insektenhotel, das sie in ihren Wald mitnehmen durften.

Die Wurzelkinder sowie deren Eltern und Erzieherinnen bedanken sich sehr herzlich bei Hans Thullner und der Familie Heiß für die anschauliche Bienenkunde die beiden tollen Vormittage!

Winter im Waldkindergarten

Winterzeit ist Kinderzeit im weißen Kleid der Jahreszeit

Eltern und Mitarbeiter des Waldkindergartens Übersee haben wurden in den letzten Monaten oft gefragt: „Wie überstehen die Kinder denn die kalten Tage im Winter? Wie läuft ein Waldtag im Winter ab?“ Lesen Sie selbst:

Nach den ersten richtig ergiebigen Schneefällen im Januar tauchte der Westerbuchberg in eine traumhafte Winterkulisse ein. Der Winter mit seinen kalten Temperaturen und dem herrlichen Pulverschnee, den wir heuer in einem leider viel zu kurzem Intermezzo erleben durften, sind wunderbare, wichtige Elemente für die Kinder. Richtig angezogen ist es für Kinder nicht wichtig, ob schlechtes oder schönes Wetter, kalte oder warme Temperaturen herrschen. Kinder brauchen nur Eines: Freude und Spaß beim Spielen und Toben draußen in der Natur!

Spielen, bauen und rutschen im Schnee

Bereits beim Aufstieg zum so genannten „Sonnenplatz“, der sich an der schneesicheren Ostseite am Fuße der Gärtnerei Sichler befindet, durften die Wurzelkinder und ihre Erzieherinnen in den Wintermonaten mit der freundlichen Erlaubnis von Martin Sichler seine Wiese zum Schlittenfahren benutzen. Dort befand sich früher, in schneesicheren Jahren, ein richtiger Skilift und viele Überseer Bürger werden dort vielleicht das Skifahren gelernt haben.

Natürlich bietet der Schnee auch viele kreative Möglichkeiten zum Bauen und Gestalten: So haben die Kinder beispielsweise Eislaternen mit gefrorenem Wasser hergestellt, verschiedene Tiere aus Schnee gestaltet oder einfach nur Schnee geschaufelt oder einen Schneemann gebaut. Interessant fanden sie auch Experimente mit Eis und Schnee: so stellten sich die Kinder unter die vollbeladenen Bäume und genossen dann durch das Abschütteln der Zweige eine herrliche Schneedusche.

Spuren im Schnee

Aufmerksam beobachteten die Kinder auch die verschiedenen Tierspuren im Schnee und wurden bald zu ausgezeichneten Fährtenlesern. Erstaunt stellten die kleinen Pfadfinder anhand der Spuren im Schnee fest, wie viele Wildtiere den Wald durchstreifen. Trittsiegel und Fährten vom Fuchs, Eichhörnchen, verschiedenen Vögeln, Feldhasen, Mäusen und Rehen aber auch Wildwechselspuren waren deutlich zu erkennen. Also auch im Winter gibt es viel zu entdecken und keine Spur von Langeweile.

Zwischendurch geht es zum Aufwärmen und Brotzeit machen in den warmen gemütlichen Bauwagen. Aber natürlich enden auch die Wintertage draußen in der Natur, wo es immer noch am schönsten ist: so durften die Wurzelkinder täglich mit den Poporutscherl den Kirchenweg vom Bauwagen bis zum Parkplatz hinuntersausen. Das sind hundert Höhenmeter reines Rodelvergnügen! Wer hat das schon an einem „gewöhnlichen“ Kindergartentag?