Wurzelkinder suchen Ostereier im Schnee

So richtig nach Frühling und Ostern sah es nicht aus im Wald am Westerbuchberg als die Kinder des Waldkindergartens Übersee sich auf die Suche nach Ihren Osternestern machten, die der Osterhase am Donnerstag vor den Osterferien im Wald versteckt hatte. Aber der Reihe nach: Bereits einige Wochen vor Ostern hatten die Kinder geprickelte Hasenohren sowie Schnurrhaare aus Stroh und Kulleraugen an Tontöpfe geklebt, und damit ein Osternest gebastelt. Natürlich sangen sie auch gerne lustige Osterlieder wie „Stups der kleine Osterhase“. Als die Kinder an besagtem Tag zum Morgenkreis zusammenkamen, lauschten sie zunächst noch einmal der Ostergeschichte, die auch in den Tagen vorher schon besprochen worden war. Zur Feier des Tages hatte jedes Kind etwas zum Teilen mit den anderen mitgebracht und bevor die große Suche losging, genossen die inzwischen über 30 Wurzelkinder eine gemeinsame Brotzeit.

Natürlich hatten sich die Kinder auch dieses Jahr vorher überlegt, wie der Osterhase am besten zum richtigen Platz im Wald gelockt werden sollte. Eine Abstimmung unter den Kindern ergab, dass sie einen Korb mit Hasen-Leckereien wie Karotten und Salat am Vortag zum Schwammerlplatz bringen sollten, damit die Kinder wissen wo im großen Wald der Osterhase die Ostereier für die Kinder verstecken würde. Nachdem der Korb am nächsten Tag leer war, musste der Hase den Platz wohl gefunden und die Leckereien verspeist haben. Also ging die Suche los: Das war gar nicht so einfach, denn es hatte über Nacht frisch geschneit und unter Wurzeln, hinter Bäumen und Laub gab es natürlich eine Menge toller Verstecke. So hatten die Kinder einiges zu tun, bis alle Nester gefunden wurden. Zum Glück konnten bis zur Abholzeit mittags alle Kinder ein Ostertöpfchen mit schmackhaftem Inhalt und selbstbemalten Ostereiern finden und stolz ihren Eltern zeigen.

Herzlichen Dank an den Osterhasen, der sogar im Schnee durch den Wald gehoppelt ist, um die Nester zu verstecken. Wir wünschen allen andern Kindern ebenso fleißige Osterhasen und schönen Osterferien!

Die Wurzelkinder e.V.

Die_Suche_geht_los

Tierischer Fasching im Waldkindergarten Übersee

Unter dem Motto „Eine Reise in die Welt der Zootiere“ fanden in diesem Jahr die 3-tägigen Faschingsfeiern im Überseer Waldkindergarten statt. Wie im vergangenen Jahr hatten sich die Kinder dieses Thema in einer Kinderkonferenz mit ihren Erzieherinnen und Erziehern ausgewählt und sich bereits in den letzten Wochen anhand eines großen Tierlexikons intensiv mit vielen Tieren beschäftigt und diese den Ländern zugeordnet, aus denen sie stammen. Besonders die Erdmännchen, aber natürlich auch die Großkatzen fanden die Kinder besonders spannend.

Am Mittwoch schlichen sich bereits die ersten Tiger, Löwen und Elefanten in den Wald hinauf und das bunte Treiben ging los. Am Donnerstag fand das große Faschingsfest unter anderem wegen des reichhaltigen Buffets beim Sportplatz des TSV Übersee und auf dem Spielplatz statt. Im Morgenkreis wurden zunächst alle Wurzelkinder von den Handpuppen der „Mimi-Maus“ sowie der Eule begrüßt. Interessiert schauten die Kinder alle Verkleidungen an und sangen Faschingslieder wie „Wer als … gekommen ist, tritt ein“. Danach wurde der Tagesablauf vorgestellt. Beim Kasperletheater traf der Kasperl auf einen Löwen, der aus dem Zoo entlaufen war. Dieser erzählt auch von seiner Lieblingsspeise: Schokolade!?

Beim Spieleparcours konnten sich die Kinder richtig austoben: Sie durften um die Wette laufen, Fische fangen und ein Wickelspiel mit Robben machen. Dafür bekamen sie Punkte auf ihren Medaillen. Für die fleißigen Zootiere hatte die Eule bereits eine Belohnung vorbereitet, doch – oh Schreck – plötzlich waren diese verschwunden! Nur noch Tierspuren im Schnee und Gummibärchen waren zu sehen. Eine Spurensuche ging los. Zum Glück half die Eule den Kindern die Belohnung und den Schatz wiederzufinden. Dieser wurde im Abschlusskreis verteilt und das Abschlusslied gesungen.

Am Freitag waren alle müde vom Feiern und durften deshalb im Schlafanzug zum Kindergarten kommen, um sich nach der anstrengenden Feierei auszuruhen und einen gemütlichen Tag zu verbringen.

Vielen Dank an das Kindergartenteam für die Organisation der Faschingswoche und danke an die Eltern für die Leckereien am Buffet.

Die Wurzelkinder e.V.

Nikolaus im Waldkindergarten

Auf den schneebedeckten Hängen im Wald am Westerbuchberg warteten am 8. Dezember die zwei Gruppen des Waldkindergartens Übersee, die Wurzelhörnchen sowie die kleineren Wurzelmäuse gespannt, ob es der Nikolaus auch dieses Jahr noch zu ihnen schaffen würde. Nach der Brotzeit sowie leckeren Plätzchen setzten sich die Kinder in einen Halbkreis an der großen Eiche am Schwammerplatz und hielten Ausschau nach dem Nikolaus. Damit dieser auch zur richtigen Stelle im Wald finden konnte, sangen die Kinder schon mal „Lasst uns froh und munter sein“. Und tatsächlich: am Vormittag stapfte der heilige Bischof Nikolaus mitsamt Stab und natürlich seinem goldenen Buch durch den Schnee und wurde von allen Kindern mit dem Lied „Sei gegrüßt lieber Nikolaus“ willkommen geheißen.

Jetzt war es Zeit für die Wurzelhörnchen zu lauschen, was der Nikolaus Ihnen zu sagen hatte. Zum Glück standen im goldenen Buch viele gute Dinge, sodass jedes Kind ein kleines Geschenksäckchen entgegennehmen durfte. Danach kamen die jüngeren Wurzelmäuse an die Reihe. Nachdem jedes Kind erfahren hatte was der Nikolaus alles über sie wusste und jeder sein Geschenk hatte, trugen die Wurzelmäuse dem heiligen Besucher zum Dank – passend zur Kulisse – noch das Fingerspiel „Auf einem hohen Berg“ vor. Zum Schluss gab der Nikolaus selbst noch zwei bayerische Lieder zum Besten und alle verabschiedeten sich fröhlich von ihm.

Das Team, die Eltern und natürlich vor allem die Kinder des Waldkindergartens Übersee bedanken sich herzlich beim Nikolaus für seinen Besuch und wünschen allen frohe Weihnachten und alles Gute für das nächste Jahr!

20171208-IMG_5516

Neues X-Gloo für die Wurzelkinder

Was macht ein Partyzelt im Wald?

Wenn die Wurzelkinder morgens in „ihren“ Wald am Westerbuchberg kommen, gehen sie zunächst ins X-Gloo, zum Beispiel um bei Regen ihre Rucksäcke darin unterzustellen. Bevor die Kinder an den für den Tag geeigneten Platz im Wald weiterziehen, sammeln sich morgens zunächst alle im Zelt und besprechen wo es hingeht. Eigentlich ist das X-Gloo ja ein aufblasbares Zelt für Partys und Veranstaltungen. Wieso steht das Zelt dann im Wald?

Nach der Gründung des Waldkindergartens in Übersee im Jahr 2014 bot die Firma Skywalk an, oberhalb des Bringplatzes an der Wessener Str. als Schutz vor Regen oder starker Sonne ein 5×5 Meter großes Zelt als erste Sammelstelle im Wald aufzustellen. Sven Kuenzel, Vertriebsleiter von Skywalk in Marquartstein sagt dazu: „Wir freuen uns, einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, dass sich Kinder in der freien Natur frei entwickeln können und glauben, „draußen zu sein“, fördert und fordert die Kinder.“ Außerdem kann Skywalk anhand dieser Dauerleihgabe ihre Produktqualität unter teils extremen Wetterlagen wie Sturm und Schneelast im Winter testen. Ergebnis: die Nähte hielten sehr gut und auch der Stoff war noch dicht aber nach drei Jahren Dauereinsatz war das Material ermüdet, es entwich Luft, der Stoff war sehr ausgeblichen und teilweise grünlich verfärbt.

Zum Ende des Sommers bekamen die Wurzelkinder deshalb ein wunderschönes, weißes X-Gloo mit Logo des Kindergartens. Das Team, die Eltern und die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee bedanken sich bei Skywalk für die Unterstützung!

https://www.skywalk.org/brands/x-gloo-creative-event-equipment/

Erntedank und Spendendank bei den Wurzelkindern

Am 6. Oktober feierten die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee Erntedank. Die inzwischen zwei Kindergartengruppen, die jüngeren Wurzelmäuse und die älteren Wurzelhörnchen kamen zunächst alle am neuen x-Gloo zusammen, um dann durch den Wald zur Feier am Bauwagen zu stapfen. Zum Einstieg in das Fest sangen alle das Erntedank-Lied „Erntefest ist heut“ und die Kinder bekamen eine Geschichte vorgelesen. Mit frischem Gemüse vom Dorfladen Zwifi bereitete das Team zusammen mit den Kindern eine leckere Suppe zu. Natürlich durften diese auch Gemüse schnippeln und beobachten wie die im großen Hängetopf auf der Feuerstelle gekocht wurde. Bis die Suppe fertig war, spielten die Kinder in ihrem wunderschönen Herbstwald und zum Abschluss sangen alle nochmals Lieder und brachten so die Dankbarkeit für die reiche Ernte zum Ausdruck.

Spendendank

Dankbar sind die Eltern, das Kindergartenteam und der Verein die Wurzelkinder e.V. allerdings nicht nur für das Gemüse, sondern auch für die Spende, die uns ganz unverhofft der Dorfladen „Zwifi“ zukommen ließ. Beim „Straßefertigfest“ nach Ende der Bauarbeiten an der Feldwieser Straße hatten viele Anlieger zusammen gefeiert und im Rahmen dessen auch gespendet. Wir bedanken uns sehr herzlich bei:

Adler Apotheke, Familie Reif
Kosmetik Alexandra Gschwendner
Installation Anton Gschwendner
Getränkemarkt Renate Gschwendner
Hausarztpraxis Dr. Parzinger
Lotto-Annahmestelle Frau Häusler
Ferienwohnung „Zaislhäusl“ Vroni Irger
Naturstall Maria Steinert
Familie Baumann Trödel und Antiquitäten
Zwifi Dorfladen

Wir freuen uns über den Zusammenhalt vieler Überseer und darüber mit dem Geld eine neue Stoffhaut für das Tipi am Sonnenplatz sowie Kinderbiertischgarnituren und solides Werkzeug für die erweiterte Kinderschar beschaffen zu können.

Das Team, die Eltern und die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee

Vorschulkinder als Chiemseepiraten auf der Herreninsel

„Hey die Piraten kommen, hey die Piraten kommen, hey die Piraten kommen, rette sich wer kann!“ Mit diesem Schlachtruf haben die Vorschulkinder des Gemeinde Kindergartens Zellerpark und des Waldkindergartens „Die Wurzelkinder e.V.“ bei ihrem Ausflug mit dem Chiemseepiraten Peter und dessen Hund Leila ihre abenteuerliche Schatzsuche auf Herrenchiemsee bestanden.

Die Piratenschatzsuche begann mit einer Schifffahrt von Feldwies zur Herreninsel. Das Schiff Maximilian brachte uns sicher zum Bootssteg. Dort begrüßte uns der Chiemseepirat Peter und wir machten uns mit der Kutsche direkt auf den Weg zum königlichen Schloss. Auf dem Weg dorthin bekamen alle Kinder eine Piratenausrüstung, eine Augenklappe und Peter erzählte uns, dass er eine geheimnisvolle Schatzkarte gefunden hat und er mit uns gemeinsam diesen Schatz finden möchte. Die Kinder hörten gespannt zu und bekamen ihre ersten Aufgaben. Denn schließlich waren wir nicht nur zum Schatz suchen, sondern vor allem zum Schatz finden hier.

Am Schloss angekommen machten wir eine Schlossführung und erfuhren vieles über König Ludwig und den Sonnenkönig. Besonders mussten wir auf das Nachtlicht von König Ludwig und die Haarfarbe des Sonnenkönigs achten. Denn diese beiden Farben benötigten wir, um die richtige Richtung auf dem Weg zum Schatz bestimmen zu können. Diese Aufgabe konnten die Kinder schnell lösen.

Nach der Führung machten wir uns daran, den richtigen Weg zu finden und folgten den Pfeilen auf der Schatzkarte. Jedoch waren die tapferen Schatzsucher bereits hungrig. Nach einer Weile hatten wir Glück, denn wir kamen an einer gemütlichen Hütte vorbei und konnten Brotzeit machen. Nach der Stärkung sahen wir auf der Schatzkarte, dass wir nun in den Wald mussten.

Pirat Peter gab uns hierfür gelbe Piratenbänder, die wir uns umbanden, damit wir uns im Wald erkennen konnten. Piratenhund Leila führte unsere Gruppe an. Bevor es losging, sagte uns Peter, dass wir eine Schreipost benötigen, um vor Stolperfallen, Matsch und Ähnlichem zu warnen. Das klappte prima. Die Vorderen warnten die Folgenden vor Gefahren.

Dann wurde es spannend wir mussten verschiedene Hinweise finden, wie Kreuze an Bäumen, einen Pfau, eine Schlange und drei große Tannen. Die Kinder fanden einen Hinweis nach dem anderen und schnell waren wir am Ziel. Wir bargen den Schatz und teilten ihn auf. Jedes Kind bekam den gleichen Anteil. Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Bootssteg. Wir verabschiedeten uns von Peter und Leila und machten, bevor des Nachhause ging, einen Abstecher auf die Fraueninsel.

Dort gab es zur Stärkung ein Eis. Wir beobachteten vorbeifahrende Schiffe, kauften Marzipan und ruhten ein wenig. Wenig später führen wir mit dem Schiff glücklich und müde zurück nach Feldwies. Unser Vorschulausflug hat uns viel Spaß gemacht und es war ein toller Tag.

Schnitzworkshop im Waldkindergarten

Schnitzen gehört für die Wurzelkinder im Waldkindergarten Übersee von den ersten Wochen des Kindergartenbesuchs zum Alltag. Allerdings hatten die Kinder bisher einfach an Stöcken geschnitzt und unter Anleitung des pädagogischen Teams das Werkzeug Schnitzmesser ausprobiert wie auch Sägen und andere Werkzeuge. Am Freitag, 23. Juni hatten dann alle Wurzelkinder sowie Mitarbeiter und Eltern des Waldkindergartens Übersee die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten mit verschiedenen Messern in einem 3-stündigen Schnitzworkshop mit Michael Heuberger auszubauen. Dieser hatte auch den Überseer Dorfmarkt schon einmal besucht und so war der Kontakt schnell hergestellt.

Eine Gruppe erprobte neue Techniken zum Muster schnitzen, hobeln oder bohren bereits am Vormittag, die andere am Nachmittag. Zu Beginn gab „Michl“, wie er sich nennt, einige Informationen zum Ablauf und einige Regeln bekannt, damit alle mit Freude an den Gegenständen arbeiten können, die sie sich vorher ausgesucht hatten.

Multitalent Holz

Egal ob Instrumente, Werkzeuge, Schwerter, Kochbesteck oder sogar Schüsseln, aus Holz lassen sich in relativ kurzer Zeit allerhand tolle Dinge herstellen. So suchte sich jeder ein passendes Holz (für Werkzeuge feste Haselnussäste, für Flöten das weichere Holunderholz) und legte los. Je nach Schwierigkeitsgrad und Technik entstanden in den drei Stunden Flöten, ein Xylophon, Hämmer, Schwerter, Speere und Kochbesteck. Alles Dinge, die man auch direkt ausprobieren und nutzen kann.

Weiterbildung für das Ferienprogramm

Für das Team des Waldkindergartens Übersee war es nicht nur für die „eigenen“ Kinder eine tolle Fortbildung. Die erlernten Techniken wird das Team auch gerne im Rahmen des Ferienprogramms an teilnehmende Kinder weitergeben.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Michael Heuberger für sein Engagement und seine humorvolle Art uns und den Kindern diese schöne Handarbeit mit dem Holz näher zu bringen und sie dafür zu begeistern.

Das Team, die Eltern und die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee

Wurzelkinder gärtnern mit Martin Sichler

In Zusammenarbeit mit der Biogärtnerei Martin Sichler haben die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee direkt am Westerbuchberg Beete angelegt, um Gemüse anzupflanzen. Zunächst hatten die Kinder bereits einen Bodentest auf dem Grundstück von Martin Sichler, das direkt an den „Sonnenplatz“ des Kindergartens grenzt, durchgeführt, um zu erfahren, welche Art von Boden es dort gibt. Es handelt sich um einen lehmigen Boden, der sehr nährstoffreich ist. Das ist natürlich gute Voraussetzung für eine gute Ernte später im Jahr. Davor steht aber noch viel Arbeit an: Zu Beginn der Gartenarbeiten hatten die Kinder bereits den Boden mit Grabgabeln und einem Sauzahn gelockert und umgegraben. Jeweils drei bis vier Kinder kümmern sich zusammen um ein Beet. Die einzelnen Beete wurden mit Stöcken abgesteckt und sind mit einem Weg in Form einer Spirale miteinander verbunden. Dadurch soll ein Gefühl von Gemeinschaft zwischen den Beeten entstehen. Die Kinder übernehmen so früh Verantwortung für ihre Pflänzchen und kümmern sich gegenseitig auch um die Beete kranker oder fehlender Kinder.

Spiel und Spaß beim Gärtnern

Damit der Spaß bei der Sache nicht zu kurz kommt, durften die Kinder im April einen Kürbis den Berg hinunterrollen und werfen, bis er auseinanderbrach. Jedes Kind durfte dann einen Kürbiskern herausnehmen und in einen Topf voll Erde einpflanzen. Ein Teil der Töpfe haben ihren Platz direkt in den Beeten der Kinder gefunden, andere sind unter dem Sonnensegel und wieder andere versuchen ihr Glück im Bauwagen, wo sie noch besser vor Wind und Wetter geschützt sind. Nun beobachten die Kinder unter welchen Bedingungen ein Kürbis am besten wächst.

Das erste Gemüse, das die Kinder unter Anleitung von Martin Sichler direkt im Beet eingepflanzt haben, sind Erbsen. Als Einstieg in ihre Arbeit singen die Kinder oft, machen das Fingerspiel „Mein kleines Beet“ und inspizieren die Setzlinge und Samen genau, indem sie diese ansehen, fühlen und an ihnen riechen. Inzwischen wachsen auch Kohlrabi, Salat, Erdbeeren, Rucola, Kartoffeln, Bohnen, Mais und Charlotten unter der Obhut der Kinder und natürlich unter herzlicher Anleitung von Martin Sichler. Fast täglich pflegen die Kinder nun ihre Beete, beobachten das Wachstum der einzelnen Obst- und Gemüsesorten und jäten Beikraut, an dem man sehen kann, wie nährstoffreich die Erde ist. Auch die Arbeit der Regenwürmer unter der Erde haben die Kinder mit Hilfe eines Regenwurmglases beobachtet und genauer besprochen. Außerdem haben die Kinder inzwischen auch einen Apfelbaum gepflanzt. Nun sind sie natürlich gespannt wann er seine ersten Früchte tragen wird.

Langjährige Zusammenarbeit mit Martin Sichler

Die Kooperation der Wurzelkinder e.V. mit Martin Sichler besteht bereits seit zwei Jahren. Damals hatten die Kinder in einer einmaligen Aktion auf seinem Feld geholfen Zwiebeln zu stecken. Zudem dürfen jede Woche einige Kinder direkt im Hofladen einkaufen: Im Winter die Zutaten für die Suppe, die immer montags an der Feuerstelle am Bauwagen gekocht wird, im Sommer frisches Obst und Gemüse zum rohen Verzehr. Dabei zählen auch die dreijährigen schon fleißig was sie einkaufen und die größeren Kinder dürfen bezahlen. Ein eigenes Beet für die Kinder zu haben ist natürlich etwas ganz Anderes und zudem eine dauerhafte Aufgabe. Damit die Wurzelkinder vom Sonnenplatz direkt zu ihren Beeten gelangen können, und diese auch abgegrenzt und geschützt sind, hat der Vorstand des Kindergartens zusammen mit einigen Eltern extra einen Zaun gebaut und zwei Türchen.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Martin Sichler für seine Zeit, seine Geduld, seine immer freundliche Art und die Möglichkeit, dass unsere Kinder in Zeiten von vollen Supermarktregalen und weltweiter Agrarindustrie noch lernen dürfen, wie man nachhaltig, umweltfreundlich und regional frisches Obst und Gemüse anbaut!

Das Team, die Eltern und die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee.

20170517_Wurzelkind_jähtet_Beikraut 20170517_Wurzelkinder im Beet

Wurzelkinder gehen mit Alpakas spazieren

Oft schon haben die Kinder des Waldkindergartens Übersee die Alpakas am Westerbuchberg gesehen. Vergangene Woche war es dann soweit und die Wurzelkinder machten sich morgens auf den kleinen Fußmarsch zur Koppel der Alpakas von Christa Bader. Zunächst wurden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt, dann folgte eine Übung zur Selbsterfahrung: Eine Gruppe sollte ganz laut auf die Gruppe der anderen zulaufen, damit die Kinder spürten wie sich das anfühlt. Manche empfanden es nicht als Bedrohung, anderen war die Anspannung anhand ihrer Gestik und Mimik anzusehen. Christa Bader befragte dann die Kinder nach ihren Eindrücken und Empfindungen. Oft wurde geäußert, wie laut es war und Christa erklärte, dass das Gehör der Tiere viel feiner ist als das Menschliche und dass Alpakas deshalb aus Angst mit Flucht reagieren. Vielen Wurzelkindern war dies aber schon bewusst, weil sie ja im Wald auch oft ganz still sein müssen, um Vögel oder Rehe beobachten zu können.

Der Gang aus der Koppel heraus

Weil Christa schon zu Beginn des Treffens bemerkte, wie ruhig die Kinder den Tieren begegneten, waren die Wurzelkinder die ersten Kindergartenkinder, die die Alpakas jeweils zu zweit oder zu dritt selbständig am Strick aus der Koppel hinausführen durften. Vorher bekamen sie Trockenfutter in die Hände, um sich den Tieren zu nähern und gegenseitig Vertrauen aufzubauen. Nachdem die Hengste wieder auf der Koppel waren, machten die Kinder Brotzeit. Zum Abschluss durften sie dann noch die Stuten, die getrennt von den Hengsten stehen, mit Gras füttern.

Viele Dank an Christa Bader und ihrer Helferin Christina für das schöne Erlebnis und die Erfahrungen, die die Wurzelkinder mit den Alpakas machen durften!

Alpakaspaziergang2_Wakiga_20170504