Schnitzworkshop im Waldkindergarten

Schnitzen gehört für die Wurzelkinder im Waldkindergarten Übersee von den ersten Wochen des Kindergartenbesuchs zum Alltag. Allerdings hatten die Kinder bisher einfach an Stöcken geschnitzt und unter Anleitung des pädagogischen Teams das Werkzeug Schnitzmesser ausprobiert wie auch Sägen und andere Werkzeuge. Am Freitag, 23. Juni hatten dann alle Wurzelkinder sowie Mitarbeiter und Eltern des Waldkindergartens Übersee die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten mit verschiedenen Messern in einem 3-stündigen Schnitzworkshop mit Michael Heuberger auszubauen. Dieser hatte auch den Überseer Dorfmarkt schon einmal besucht und so war der Kontakt schnell hergestellt.

Eine Gruppe erprobte neue Techniken zum Muster schnitzen, hobeln oder bohren bereits am Vormittag, die andere am Nachmittag. Zu Beginn gab „Michl“, wie er sich nennt, einige Informationen zum Ablauf und einige Regeln bekannt, damit alle mit Freude an den Gegenständen arbeiten können, die sie sich vorher ausgesucht hatten.

Multitalent Holz

Egal ob Instrumente, Werkzeuge, Schwerter, Kochbesteck oder sogar Schüsseln, aus Holz lassen sich in relativ kurzer Zeit allerhand tolle Dinge herstellen. So suchte sich jeder ein passendes Holz (für Werkzeuge feste Haselnussäste, für Flöten das weichere Holunderholz) und legte los. Je nach Schwierigkeitsgrad und Technik entstanden in den drei Stunden Flöten, ein Xylophon, Hämmer, Schwerter, Speere und Kochbesteck. Alles Dinge, die man auch direkt ausprobieren und nutzen kann.

Weiterbildung für das Ferienprogramm

Für das Team des Waldkindergartens Übersee war es nicht nur für die „eigenen“ Kinder eine tolle Fortbildung. Die erlernten Techniken wird das Team auch gerne im Rahmen des Ferienprogramms an teilnehmende Kinder weitergeben.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Michael Heuberger für sein Engagement und seine humorvolle Art uns und den Kindern diese schöne Handarbeit mit dem Holz näher zu bringen und sie dafür zu begeistern.

Das Team, die Eltern und die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee

Wurzelkinder gärtnern mit Martin Sichler

In Zusammenarbeit mit der Biogärtnerei Martin Sichler haben die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee direkt am Westerbuchberg Beete angelegt, um Gemüse anzupflanzen. Zunächst hatten die Kinder bereits einen Bodentest auf dem Grundstück von Martin Sichler, das direkt an den „Sonnenplatz“ des Kindergartens grenzt, durchgeführt, um zu erfahren, welche Art von Boden es dort gibt. Es handelt sich um einen lehmigen Boden, der sehr nährstoffreich ist. Das ist natürlich gute Voraussetzung für eine gute Ernte später im Jahr. Davor steht aber noch viel Arbeit an: Zu Beginn der Gartenarbeiten hatten die Kinder bereits den Boden mit Grabgabeln und einem Sauzahn gelockert und umgegraben. Jeweils drei bis vier Kinder kümmern sich zusammen um ein Beet. Die einzelnen Beete wurden mit Stöcken abgesteckt und sind mit einem Weg in Form einer Spirale miteinander verbunden. Dadurch soll ein Gefühl von Gemeinschaft zwischen den Beeten entstehen. Die Kinder übernehmen so früh Verantwortung für ihre Pflänzchen und kümmern sich gegenseitig auch um die Beete kranker oder fehlender Kinder.

Spiel und Spaß beim Gärtnern

Damit der Spaß bei der Sache nicht zu kurz kommt, durften die Kinder im April einen Kürbis den Berg hinunterrollen und werfen, bis er auseinanderbrach. Jedes Kind durfte dann einen Kürbiskern herausnehmen und in einen Topf voll Erde einpflanzen. Ein Teil der Töpfe haben ihren Platz direkt in den Beeten der Kinder gefunden, andere sind unter dem Sonnensegel und wieder andere versuchen ihr Glück im Bauwagen, wo sie noch besser vor Wind und Wetter geschützt sind. Nun beobachten die Kinder unter welchen Bedingungen ein Kürbis am besten wächst.

Das erste Gemüse, das die Kinder unter Anleitung von Martin Sichler direkt im Beet eingepflanzt haben, sind Erbsen. Als Einstieg in ihre Arbeit singen die Kinder oft, machen das Fingerspiel „Mein kleines Beet“ und inspizieren die Setzlinge und Samen genau, indem sie diese ansehen, fühlen und an ihnen riechen. Inzwischen wachsen auch Kohlrabi, Salat, Erdbeeren, Rucola, Kartoffeln, Bohnen, Mais und Charlotten unter der Obhut der Kinder und natürlich unter herzlicher Anleitung von Martin Sichler. Fast täglich pflegen die Kinder nun ihre Beete, beobachten das Wachstum der einzelnen Obst- und Gemüsesorten und jäten Beikraut, an dem man sehen kann, wie nährstoffreich die Erde ist. Auch die Arbeit der Regenwürmer unter der Erde haben die Kinder mit Hilfe eines Regenwurmglases beobachtet und genauer besprochen. Außerdem haben die Kinder inzwischen auch einen Apfelbaum gepflanzt. Nun sind sie natürlich gespannt wann er seine ersten Früchte tragen wird.

Langjährige Zusammenarbeit mit Martin Sichler

Die Kooperation der Wurzelkinder e.V. mit Martin Sichler besteht bereits seit zwei Jahren. Damals hatten die Kinder in einer einmaligen Aktion auf seinem Feld geholfen Zwiebeln zu stecken. Zudem dürfen jede Woche einige Kinder direkt im Hofladen einkaufen: Im Winter die Zutaten für die Suppe, die immer montags an der Feuerstelle am Bauwagen gekocht wird, im Sommer frisches Obst und Gemüse zum rohen Verzehr. Dabei zählen auch die dreijährigen schon fleißig was sie einkaufen und die größeren Kinder dürfen bezahlen. Ein eigenes Beet für die Kinder zu haben ist natürlich etwas ganz Anderes und zudem eine dauerhafte Aufgabe. Damit die Wurzelkinder vom Sonnenplatz direkt zu ihren Beeten gelangen können, und diese auch abgegrenzt und geschützt sind, hat der Vorstand des Kindergartens zusammen mit einigen Eltern extra einen Zaun gebaut und zwei Türchen.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Martin Sichler für seine Zeit, seine Geduld, seine immer freundliche Art und die Möglichkeit, dass unsere Kinder in Zeiten von vollen Supermarktregalen und weltweiter Agrarindustrie noch lernen dürfen, wie man nachhaltig, umweltfreundlich und regional frisches Obst und Gemüse anbaut!

Das Team, die Eltern und die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee.

20170517_Wurzelkind_jähtet_Beikraut 20170517_Wurzelkinder im Beet

Wurzelkinder gehen mit Alpakas spazieren

Oft schon haben die Kinder des Waldkindergartens Übersee die Alpakas am Westerbuchberg gesehen. Vergangene Woche war es dann soweit und die Wurzelkinder machten sich morgens auf den kleinen Fußmarsch zur Koppel der Alpakas von Christa Bader. Zunächst wurden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt, dann folgte eine Übung zur Selbsterfahrung: Eine Gruppe sollte ganz laut auf die Gruppe der anderen zulaufen, damit die Kinder spürten wie sich das anfühlt. Manche empfanden es nicht als Bedrohung, anderen war die Anspannung anhand ihrer Gestik und Mimik anzusehen. Christa Bader befragte dann die Kinder nach ihren Eindrücken und Empfindungen. Oft wurde geäußert, wie laut es war und Christa erklärte, dass das Gehör der Tiere viel feiner ist als das Menschliche und dass Alpakas deshalb aus Angst mit Flucht reagieren. Vielen Wurzelkindern war dies aber schon bewusst, weil sie ja im Wald auch oft ganz still sein müssen, um Vögel oder Rehe beobachten zu können.

Der Gang aus der Koppel heraus

Weil Christa schon zu Beginn des Treffens bemerkte, wie ruhig die Kinder den Tieren begegneten, waren die Wurzelkinder die ersten Kindergartenkinder, die die Alpakas jeweils zu zweit oder zu dritt selbständig am Strick aus der Koppel hinausführen durften. Vorher bekamen sie Trockenfutter in die Hände, um sich den Tieren zu nähern und gegenseitig Vertrauen aufzubauen. Nachdem die Hengste wieder auf der Koppel waren, machten die Kinder Brotzeit. Zum Abschluss durften sie dann noch die Stuten, die getrennt von den Hengsten stehen, mit Gras füttern.

Viele Dank an Christa Bader und ihrer Helferin Christina für das schöne Erlebnis und die Erfahrungen, die die Wurzelkinder mit den Alpakas machen durften!

Alpakaspaziergang2_Wakiga_20170504

Der Osterhase im Waldkindergarten

Schon ein paar Wochen vor dem Osterfest begannen die Kinder mit den Vorbereitungen für das Osterfest. Es wurden Geschichten zum Osterhasen gelesen, Osternester aus Weiden gebastelt und mit Moos ausgelegt und Lieder zu Ostern geübt. Einer der Favoriten der Wurzelkinder ist „Stups der kleine Osterhase“, der allerhand lustige Dinge anstellt. Natürlich erfuhren die Kinder auch warum wir Ostern feiern.

Die Osterfeier im Kindergarten

Besonders aufregend wurde es an dem Tag, an dem der Osterhase tatsächlich durch den Wald hoppelte. Die Kinder hatten vorsorglich einige Karotten ausgelegt damit der Hase im großen Wald am Westerbuchberg auch wusste, wohin der seine Eier und kleine Süßigkeiten bringen sollte. Auch die Kinder der Waldspielgruppe durften mitfeiern. Alle begannen der Tag mit einem Morgenkreis, die Kinder erfuhren die Geschichte zum Ostermorgen und sangen Osterlieder. Danach lauschten die Kinder Geschichten vom Osterhasen und stärkten sie sich am Buffet, das einige Eltern bereitgestellt hatten. Dann schwärmten die Kinder im Wald aus und machten sich auf die spannende Suche nach den Osternestern. Da der Osterhase von dem großen Beet bei Martin Sichler wusste, das die Kinder seit ein paar Wochen pflegen, brachte er nicht nur kleine Leckereien, sondern auch Schaufeln und Rechen zur Pflege der Beete. Nachdem alle Kinder ihr Nestchen gefunden hatten gab es noch einen gemeinsamen Abschlusskreis mit Fingerspiel „Klein Häschen“.

Vielen Dank an die Eltern für das leckere Buffet und ans Team der Wurzelkinder e.V. im Waldkindergarten Übersee für das schöne Osterfest!

Skikurs der Überseer Kindergartenkinder

Das kalte Winterwetter der vergangenen Wochen bot dieses Jahr einer Rekordzahl von über 60 Kindern der Kindergärten St. Irmengard, Zellerpark und Die Wurzelkinder e.V. ideale Bedingungen für ihren alljährlichen Skikurs. An vier Tagen brachte das Busunternehmen Lechner-Kastner die Skizwergerl ab etwa vier Jahren morgens bei eisigen Temperaturen sicher zum Skigebiet Benz Eck nach Reit im Winkl und mittags wieder zurück. Eine Woche lang (mit Pause am Mittwoch) erklärten und zeigten die Skilehrer der Ski- und Snowbordschule Achental unter der Leitung von Thorsten und Tina Zaunmüller den Kindern, wie sie mit ihren zwei Brettern unter den Füßen am besten die weißen Hügel hinuntersausen können und begeistern so viele für das Skifahren.

Bei traumhaftem Sonnenschein und glitzernder Luft standen am Montag viele Anfänger das erste Mal auf ihren kurzen Skiern. Aber gerade die Kleinen lernten unglaublich schnell und durften bereits am zweiten Tag mit dem Lift etwas höher den Hang hinauffahren. Als Flugzeug mit ausgebreiteten Armen, mit einem kleinen Teller als Lenkrad oder mit einem Ball zwischen den Beinen lernten die Kleinsten spielerisch ab dem zweiten Tag das Schuss- und Pflugfahren sowie erste Kurven. Als wichtigste Voraussetzung für das Bremsen wurde der Pflug, bei den Kindern besser bekannt als Pizzastück, besonders oft geübt. Das Umfahren der aufgestellten Hütchen machte vielen Kindern am meisten Spaß. Die Fortgeschrittenen verbesserten ihre Skitechnik indem die Pflugstellung wieder abgebaut und der Übergang in das parallele Kurvenfahren, aufgebaut wurde. Zudem durften die Kinder einiger Gruppen das erste Mal mit Skistöcken fahren, worauf sie natürlich besonders stolz waren.

Zum Ende des Skikurses fand am Samstag bei sonnigem Wetter wieder das traditionelle Abschlussrennen aller Gruppen statt, das Thorsten Zaunmüller mit vollem Enthusiasmus wie bei den Profis kommentierte. Im Zuschauerraum unterstützten Familienangehörige und Freunde mit Motivationsrufen die aufgeregten kleinen Rennläufer. Bei der Siegerehrung erhielten alle Kinder eine Medaille und eine Urkunde mit Gruppenfoto.

Nach dem Rennen durften sich die glücklichen Kinder sowie die stolzen Eltern am Kuchenbüfett ausgiebig stärken und mit warmen Getränken von Innen aufwärmen. Herzlichen Dank an die Elternbeiräte der Kindergärten für die tägliche Versorgung der Kinder mit Tee, Kinderpunsch und Butterbrezenstangerl der Bäckerei Pummer sowie für die Organisation des Buffets.

Ein herzliches Dankeschön an die Gemeinde Übersee für die Kostenübernahme des Bustransfers nach Reit im Winkl und an das Busunternehmen Lechner-Kastner für den sicheren Transport der Kinder bei teilweise anspruchsvollen Bedingungen. Natürlich richtet sich unser besonderer Dank an die engagierten Skilehrer/innen der Ski- und Snowbordschule Achental für die einfühlsame und geduldige Arbeit mit den Überseer Kindergartenkindern.

Information zum Interessentenformular

Bei Interesse an unseren Waldkindergarten oder unserer Waldspielgruppe füllen Sie bitte folgendes Formular

Anmeldeformular – aktuell_Steffi062018

vollständig aus und senden es uns zu

Waldkindergarten Wurzelkinder e.V.
Postfach 41,
83236 Übersee

oder per E-mail an: leitung@wurzelkinder-uebersee.de

Teilen Sie uns bitte mit warum Sie sich für die Waldpädagogik und unseren Waldkindergarten interessieren und geben Sie ihre Telefonnummer, unter der wir Sie am besten erreichen können sowie ihre aktuelle E-mail-Adresse an. Sie werden per E-mail zur Anmeldung eingeladen.

Ausdrücklich möchten wir betonen, dass das Interessentenformular keine Anmeldung darstellt und wir keine Garantie auf einen Kindergarten-/Waldspielgruppenplatz gewähren können. Zudem führen wir keine Warteliste, da wir Chancengleichheit gewähren und jedem die gleiche Möglichkeit auf einen Platz bei uns geben möchten.

Aus allen Interessenten wird anhand folgender Auswahlkriterien entschieden, welche Kinder aufgenommen werden:

  • Geschwisterkinder, die zur gleichen Zeit die Einrichtung besuchen, werden vorrangig aufgenommen.
  • Aus pädagogischen Gründen und unter der Berücksichtigung der Gruppenstruktur erfolgt die Auswahl der Kinder nach Alter, um eine ausgewogene Gruppendynamik sowie gleich starke Altersgruppen zu bilden.
  • Es wird angestrebt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen zu bilden.

Die oben genannten Auswahlkriterien stellen keine Reihenfolge der Gewichtung dar

 

Feuerwehrübung mit Wurzelkindern

Bei Extremwetterlagen wie Sturm, Starkregen oder Hagel dürfen die Wurzelkinder des Waldkindergartens in Übersee das Vereinsheim des TSV Übersee als sicheren Unterschlupf nutzen. Im Wald hatten die Kinder bereits gelernt wo der Sammelpunkt im Brand- oder Notfall ist und was sie zu tun haben. Im TSV-Heim stand diese Übung noch aus. Am Freitag 2. Dezember war es dann soweit: Die Kinder warteten aufgeregt auf die Feuerwehr. Um die Zeit des Wartens zu verkürzen wurden schon Fragen besprochen wie: Was macht die Feuerwehr? Wie sieht sie aus? Wer hat die Feuerwehr schon einmal gesehen? Welche Ausrüstung hat die Feuerwehr?

Um 8.30 Uhr war es dann soweit: das Feuerwehrauto fuhr aufs Gelände. Die Kinder wurden begrüßt und in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe durfte das Tanklöschfahrzeug genau unter die Lupe nehmen. Hier wurde die Ausrüstung besprochen, das Auto von innen getestet und die Geräte teilweise ausprobiert. Am meisten Spaß hatten die Kinder als sie den Wind des Hochleistungslüfters spüren durften. Im Ernstfall nutzen die Feuerwehrleute dieses Gerät, um den Brandrauch förmlich aus dem Gebäude hinauszudrücken und dann bei klarer Sicht eingeschlossene Personen ungefährdet aus einem Haus evakuieren zu können. Denn in den meisten Fällen ist Rauch viel gefährlicher als Feuer.

Die andere Gruppe blieb im TSV Heim und besprach mit Rupert Kink das richtige Verhalten im Brandfall, übte den Gang hinaus aus den TSV Heim und ließ sich das Atemschutzgerät zeigen. Dieses schützt vor giftigen Gasen wie z.B. Rauch und Feuerwehrmänner können so ganz dicht an den Brandherd herangehen um das Feuer im Gebäude zu bekämpfen ohne zu ersticken.

Dieser Besuch der Feuerwehr diente als Brandschutz-Einführung. Die Kinder wurden informiert was in einen Notfall zu tun ist, wo die Notausgänge sind und worauf zu achten ist. Die Evakuierungsübung mit Feueralarm findet diese Woche statt.

Der Vormittag war sehr hilfreich und hat allen viel Spaß gemacht. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Übersee.

Die Wurzelkinder e.V.

St. Martins Fest 2016

Liebe Eltern, Großeltern und Geschwisterkinder der Wurzelkinder,

am 11.11.2016 (verschoben auf Mo, 14.11.2016) ist es soweit, wir feiern St. Martin. Wir, das pädagogische Team und alle Wurzelkinder möchten euch sehr herzlich dazu einladen dieses Fest mit uns gemeinsam zu feiern.

Beginnen wird es um 17.00 Uhr. Wir treffen uns an der Brücke zum Kirchweg. Dann gehen wir mit unseren Laternen zum Schwammalplatz. Wir bitten euch erst die Kindergartenkinder und die Waldspielgruppe gehen zu lassen. Ihr dürft euch uns als „Schlusslichter“ anhängen.

Am Schwammerlplatz gibt es ein kurzes St. Martins- Spiel der Kinder und anschließend wollen wir den Gedanken von St. Martin weitertragen indem wir uns Punsch und Plätzchen, gegen eine kleine Spende, teilen.

Wir stellen den Kindern für ihre Laternen Kerzen zur Verfügung. Falls ihr einen elektrischen Laternenstab nutzten wollt könnt ihr dies gerne tun.

Die Aufsichtspflicht liegt während der St. Martins-Feier bei euch. Wir bitten euch Becher sowie Stirnlampen mitzubringen.

Um ca. 19.30 Uhr findet unser Fest sein Ende mit dem gemeinsamen Aufräumen. Bei einer Unwetterwarnung, z.B Sturm oder Starkregen, entfällt unser gemeinsames Fest und es wird am Montag, den 14.11.2016 nachgeholt.

Wir wünschen euch bis dahin eine schöne Zeit und freuen uns auf euer kommen.

Mit herzlichen Waldgrüßen,

euer Kindergartenteam

Die häufigst gestellten Fragen

Wo gehen die Kinder aufs Klo?
Sind die Kinder auch bei schlechtem Wetter ständig draußen ?
Erkälten sich die Kinder nicht, wenn sie bei jedem Wetter im Wald sind ?
Wie schütze ich mein Kind vor Zecken?
Und was ist mit der Gefahr von Fuchsbandwurm?
Wie ist es um die Sicherheit bestellt?
Was machen die Kinder den ganzen Vormittag?
Gibt es im Waldkindergarten Vorschule?


Wo gehen die Kinder aufs Klo?

An jedem Waldplatz stehen vereinbarte Klobäume. Für die Kinder stellt das Pieseln im Freien kein Problem dar. Das An- und Ausziehen beherrschen die Kinder nach einigen Monaten selbstständig. Wenn es kalt ist, helfen wir selbstverständlich vermehrt, denn die Kinder sollen auf keinen Fall frieren. Das große Geschäft, das äußerst selten vorkommt, wird in die Erde/Schnee eingegraben.Nach jedem Klogang werden die Hände gewaschen. Wenn die Kinder in die Hose pieseln, erhalten Sie aus unserem Depot frische, warme und trockene Kleidung.

Sind die Kinder auch bei schlechtem Wetter ständig draußen?

Erfahrungsgemäß stört Regen und Schmuddelwetter die Kinder weniger und es ist eher die Sorge der Eltern. Wir gehen jeden Tag in den Wald und die Kinder werden sich an alle Wetterlagen gewöhnen und ihre Reize kennen lernen. Wichtig ist dabei natürlich die passende Ausrüstung, z.B. Regensachen, das Zwiebelprinzip im Winter. Als Schutz bei Dauerregen haben wir ein Sonnensegel, Tipi, das X-Gloo sowie Planen oder den beheizbaren Bauwagen, der nachmittags auch für eine Ruhepause der Kinder genutzt wird. Lediglich bei extremen Wettersituationen wie Sturm (Gefahr der herabstürzenden Äste), bittere Kälte (-10/-15 Grad, je nach Wind und Feuchtigkeit) oder Gewitter gehen wir in unseren Schutzraum.

Erkälten sich die Kinder nicht, wenn sie bei jedem Wetter im Wald sind ?

Studien belegen das genaue Gegenteil: Waldkinder sind viel seltener krank als andere Kinder und ihr Immunsystem wird durch den dauernden Aufenthalt im Freien nachhaltig gestärkt.

Wie schütze ich mein Kind vor Zecken?

Den besten Schutz vor Zecken bildet die richtige Kleidung. Das heißt auch im Sommer lange Oberteile und lange Hosen. Zusätzlich kann die Hose in lange Socken bzw. Gamaschen gesteckt werden. Außerdem können die Kinder noch mit sogenanntem “Zecken- / Mückenspray” eingesprüht werden, das Personal sprüht im Laufe des Vormittags dann bei Bedarf nach.

Eine Impfung gegen FSME ist empfehlenswert, aber keine Pflicht.

Mittags sollten die Kinder zu Hause am gesamten Körper nach Zecken abgesucht werden. Kopf, Körperfalten, Rücken und die Partie hinter den Ohren sollten dabei nicht vergessen werden. Die Kleidung sollte gewechselt und ausgeschüttelt werden. Wenn Zecken innerhalb von 12 Stunden entfernt werden, ist die Infektionsgefahr mit Borreliose gering. Zudem werden wir die Eltern über die Symptomatik von Borreliose und FSME aufklären, damit sie erste Anzeichen frühzeitig erkennen können.

Und was ist mit der Gefahr von Fuchsbandwurm?

Bandwurmeier, die sich im Kot von Hunden, Füchsen und Katzen befinden können, setzen sich an Pflanzen fest. Wenn der Mensch diese verzehrt (z.B. Heidelbeeren) kann er sich infizieren. Deshalb werden die Kinder strikt angehalten, Beeren und andere Waldfrüchte nicht roh zu verzehren. Außerdem dürfen sie keine toten Tiere anfassen.

Wie ist es um die Sicherheit bestellt?

Die Plätze, an denen sich die Kinder meistens aufhalten, werden regelmäßig von einem Sicherheitsbeauftragten begutachtet. 

Für den Fall, dass ein Unfall passiert haben die Erzieherinnen immer eine Erste- Hilfe- Ausrüstung und ein Handy dabei.

Die Unfallgefahr ist im Wald nicht größer als woanders: die Kinder lernen durch die ständige Bewegung im Wald auf verschiedensten Untergründen das Abfangen, Fallen, Aufrichten und Klettern. Außerdem können sie sich durch diese Erfahrungen besser selbst einschätzen, z.B. beim Klettern auf Bäume. Durch die Übung entsteht eine Stärkung des Gleichgewichtvermögens und der Koordinationsfähigkeit. 

Was machen die Kinder den ganzen Vormittag?

Der Wald bietet einen idealen und unerschöpflichen Spielraum. Die Kinder spielen mit allen Dingen, die die Natur so bietet: Stöcke, Steine, Sand, Blätter, Fichtenzapfen, Kastanien, Rinde, Moos, Wasser etc. Die Kinder lieben es auch, miteinander in Rollenspiele einzutauchen. Das freie Spielen ohne vorgefertigtes Spielzeug regt zum selbständigen Gestalten, Experimentieren und Erfinden an. Zusätzlich können die Kinder alters- und umgangsgerecht unser Waldwerkzeug, wie Feilen, Sägen, Hammer und Schnitzmesser benutzen. 

Neben dem freien Spielen gibt es bei uns auch angeleitete Angebote. Gemeinsames Basteln und Malen, Spiele mit der Gruppe, Einstudieren neuer Lieder, Vorlesestunde, Experimente. Auch die Zeit für die Arbeit mit einzelnen Kindern oder in Kleingruppen ist bei uns vorhanden.

Gibt es im Waldkindergarten Vorschule?

Vorschule findet im Waldkindergarten genauso statt, wie in jedem Regelkindergarten. Viele Bereiche der Vorschule sind bei uns bereits in den Alltag integriert, wie zum Beispiel Zahlen, Wochentage, Jahreszeiten, usw., so dass die Kinder damit spielerisch von Anfang an in Berührung kommen und dabei lernen.

Außerdem werden die Vorschulkinder in kleinen Gruppen gezielt gefördert und durch die Stärkung der vorschulischen Kompetenzen auf die Schule vorbereitet.

Da es im Waldkindergarten nur wenig vorgefertigtes Spielzeug gibt, werden die Kinder ermuntert, aus Naturmaterialien auf innovative Weise viele Spielmöglichkeiten zu entwickeln. Ihre Kreativität und Phantasie, aber auch ihre Sprachentwicklung und -kompetenz werden dadurch intensiv gefördert.

Nach dem Besuch des Waldkindergartens sind die Kinder, immer unter Berücksichtigung individueller Unterschiede, genauso schulfähig wie nach dem Besuch eines Regelkindergartens.

Wir arbeiten im Waldkindergarten nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan, zusätzlich werden die Kinder in ihrer Selbstständigkeit gefördert und durch die gezielte Stärkung ihrer Kompetenzen bestens auf die Schule vorbereitet.