Skikurs der Überseer Kindergartenkinder

Das kalte Winterwetter der vergangenen Wochen bot dieses Jahr einer Rekordzahl von über 60 Kindern der Kindergärten St. Irmengard, Zellerpark und Die Wurzelkinder e.V. ideale Bedingungen für ihren alljährlichen Skikurs. An vier Tagen brachte das Busunternehmen Lechner-Kastner die Skizwergerl ab etwa vier Jahren morgens bei eisigen Temperaturen sicher zum Skigebiet Benz Eck nach Reit im Winkl und mittags wieder zurück. Eine Woche lang (mit Pause am Mittwoch) erklärten und zeigten die Skilehrer der Ski- und Snowbordschule Achental unter der Leitung von Thorsten und Tina Zaunmüller den Kindern, wie sie mit ihren zwei Brettern unter den Füßen am besten die weißen Hügel hinuntersausen können und begeistern so viele für das Skifahren.

Bei traumhaftem Sonnenschein und glitzernder Luft standen am Montag viele Anfänger das erste Mal auf ihren kurzen Skiern. Aber gerade die Kleinen lernten unglaublich schnell und durften bereits am zweiten Tag mit dem Lift etwas höher den Hang hinauffahren. Als Flugzeug mit ausgebreiteten Armen, mit einem kleinen Teller als Lenkrad oder mit einem Ball zwischen den Beinen lernten die Kleinsten spielerisch ab dem zweiten Tag das Schuss- und Pflugfahren sowie erste Kurven. Als wichtigste Voraussetzung für das Bremsen wurde der Pflug, bei den Kindern besser bekannt als Pizzastück, besonders oft geübt. Das Umfahren der aufgestellten Hütchen machte vielen Kindern am meisten Spaß. Die Fortgeschrittenen verbesserten ihre Skitechnik indem die Pflugstellung wieder abgebaut und der Übergang in das parallele Kurvenfahren, aufgebaut wurde. Zudem durften die Kinder einiger Gruppen das erste Mal mit Skistöcken fahren, worauf sie natürlich besonders stolz waren.

Zum Ende des Skikurses fand am Samstag bei sonnigem Wetter wieder das traditionelle Abschlussrennen aller Gruppen statt, das Thorsten Zaunmüller mit vollem Enthusiasmus wie bei den Profis kommentierte. Im Zuschauerraum unterstützten Familienangehörige und Freunde mit Motivationsrufen die aufgeregten kleinen Rennläufer. Bei der Siegerehrung erhielten alle Kinder eine Medaille und eine Urkunde mit Gruppenfoto.

Nach dem Rennen durften sich die glücklichen Kinder sowie die stolzen Eltern am Kuchenbüfett ausgiebig stärken und mit warmen Getränken von Innen aufwärmen. Herzlichen Dank an die Elternbeiräte der Kindergärten für die tägliche Versorgung der Kinder mit Tee, Kinderpunsch und Butterbrezenstangerl der Bäckerei Pummer sowie für die Organisation des Buffets.

Ein herzliches Dankeschön an die Gemeinde Übersee für die Kostenübernahme des Bustransfers nach Reit im Winkl und an das Busunternehmen Lechner-Kastner für den sicheren Transport der Kinder bei teilweise anspruchsvollen Bedingungen. Natürlich richtet sich unser besonderer Dank an die engagierten Skilehrer/innen der Ski- und Snowbordschule Achental für die einfühlsame und geduldige Arbeit mit den Überseer Kindergartenkindern.

Feuerwehrübung mit Wurzelkindern

Bei Extremwetterlagen wie Sturm, Starkregen oder Hagel dürfen die Wurzelkinder des Waldkindergartens in Übersee das Vereinsheim des TSV Übersee als sicheren Unterschlupf nutzen. Im Wald hatten die Kinder bereits gelernt wo der Sammelpunkt im Brand- oder Notfall ist und was sie zu tun haben. Im TSV-Heim stand diese Übung noch aus. Am Freitag 2. Dezember war es dann soweit: Die Kinder warteten aufgeregt auf die Feuerwehr. Um die Zeit des Wartens zu verkürzen wurden schon Fragen besprochen wie: Was macht die Feuerwehr? Wie sieht sie aus? Wer hat die Feuerwehr schon einmal gesehen? Welche Ausrüstung hat die Feuerwehr?

Um 8.30 Uhr war es dann soweit: das Feuerwehrauto fuhr aufs Gelände. Die Kinder wurden begrüßt und in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe durfte das Tanklöschfahrzeug genau unter die Lupe nehmen. Hier wurde die Ausrüstung besprochen, das Auto von innen getestet und die Geräte teilweise ausprobiert. Am meisten Spaß hatten die Kinder als sie den Wind des Hochleistungslüfters spüren durften. Im Ernstfall nutzen die Feuerwehrleute dieses Gerät, um den Brandrauch förmlich aus dem Gebäude hinauszudrücken und dann bei klarer Sicht eingeschlossene Personen ungefährdet aus einem Haus evakuieren zu können. Denn in den meisten Fällen ist Rauch viel gefährlicher als Feuer.

Die andere Gruppe blieb im TSV Heim und besprach mit Rupert Kink das richtige Verhalten im Brandfall, übte den Gang hinaus aus den TSV Heim und ließ sich das Atemschutzgerät zeigen. Dieses schützt vor giftigen Gasen wie z.B. Rauch und Feuerwehrmänner können so ganz dicht an den Brandherd herangehen um das Feuer im Gebäude zu bekämpfen ohne zu ersticken.

Dieser Besuch der Feuerwehr diente als Brandschutz-Einführung. Die Kinder wurden informiert was in einen Notfall zu tun ist, wo die Notausgänge sind und worauf zu achten ist. Die Evakuierungsübung mit Feueralarm findet diese Woche statt.

Der Vormittag war sehr hilfreich und hat allen viel Spaß gemacht. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Übersee.

Die Wurzelkinder e.V.

St. Martins Fest 2016

Liebe Eltern, Großeltern und Geschwisterkinder der Wurzelkinder,

am 11.11.2016 (verschoben auf Mo, 14.11.2016) ist es soweit, wir feiern St. Martin. Wir, das pädagogische Team und alle Wurzelkinder möchten euch sehr herzlich dazu einladen dieses Fest mit uns gemeinsam zu feiern.

Beginnen wird es um 17.00 Uhr. Wir treffen uns an der Brücke zum Kirchweg. Dann gehen wir mit unseren Laternen zum Schwammalplatz. Wir bitten euch erst die Kindergartenkinder und die Waldspielgruppe gehen zu lassen. Ihr dürft euch uns als „Schlusslichter“ anhängen.

Am Schwammerlplatz gibt es ein kurzes St. Martins- Spiel der Kinder und anschließend wollen wir den Gedanken von St. Martin weitertragen indem wir uns Punsch und Plätzchen, gegen eine kleine Spende, teilen.

Wir stellen den Kindern für ihre Laternen Kerzen zur Verfügung. Falls ihr einen elektrischen Laternenstab nutzten wollt könnt ihr dies gerne tun.

Die Aufsichtspflicht liegt während der St. Martins-Feier bei euch. Wir bitten euch Becher sowie Stirnlampen mitzubringen.

Um ca. 19.30 Uhr findet unser Fest sein Ende mit dem gemeinsamen Aufräumen. Bei einer Unwetterwarnung, z.B Sturm oder Starkregen, entfällt unser gemeinsames Fest und es wird am Montag, den 14.11.2016 nachgeholt.

Wir wünschen euch bis dahin eine schöne Zeit und freuen uns auf euer kommen.

Mit herzlichen Waldgrüßen,

euer Kindergartenteam

Die häufigst gestellten Fragen

Wo gehen die Kinder aufs Klo?
Sind die Kinder auch bei schlechtem Wetter ständig draußen ?
Erkälten sich die Kinder nicht, wenn sie bei jedem Wetter im Wald sind ?
Wie schütze ich mein Kind vor Zecken?
Und was ist mit der Gefahr von Fuchsbandwurm?
Wie ist es um die Sicherheit bestellt?
Was machen die Kinder den ganzen Vormittag?
Gibt es im Waldkindergarten Vorschule?


Wo gehen die Kinder aufs Klo?

An jedem Waldplatz stehen vereinbarte Klobäume. Für die Kinder stellt das Pieseln im Freien kein Problem dar. Das An- und Ausziehen beherrschen die Kinder nach einigen Monaten selbstständig. Wenn es kalt ist, helfen wir selbstverständlich vermehrt, denn die Kinder sollen auf keinen Fall frieren. Das große Geschäft, das äußerst selten vorkommt, wird in die Erde/Schnee eingegraben.Nach jedem Klogang werden die Hände gewaschen. Wenn die Kinder in die Hose pieseln, erhalten Sie aus unserem Depot frische, warme und trockene Kleidung.

Sind die Kinder auch bei schlechtem Wetter ständig draußen?

Erfahrungsgemäß stört Regen und Schmuddelwetter die Kinder weniger und es ist eher die Sorge der Eltern. Wir gehen jeden Tag in den Wald und die Kinder werden sich an alle Wetterlagen gewöhnen und ihre Reize kennen lernen. Wichtig ist dabei natürlich die passende Ausrüstung, z.B. Regensachen, das Zwiebelprinzip im Winter. Als Schutz bei Dauerregen haben wir ein Sonnensegel, Tipi, das X-Gloo sowie Planen oder den beheizbaren Bauwagen, der nachmittags auch für eine Ruhepause der Kinder genutzt wird. Lediglich bei extremen Wettersituationen wie Sturm (Gefahr der herabstürzenden Äste), bittere Kälte (-10/-15 Grad, je nach Wind und Feuchtigkeit) oder Gewitter gehen wir in unseren Schutzraum.

Erkälten sich die Kinder nicht, wenn sie bei jedem Wetter im Wald sind ?

Studien belegen das genaue Gegenteil: Waldkinder sind viel seltener krank als andere Kinder und ihr Immunsystem wird durch den dauernden Aufenthalt im Freien nachhaltig gestärkt.

Wie schütze ich mein Kind vor Zecken?

Den besten Schutz vor Zecken bildet die richtige Kleidung. Das heißt auch im Sommer lange Oberteile und lange Hosen. Zusätzlich kann die Hose in lange Socken bzw. Gamaschen gesteckt werden. Außerdem können die Kinder noch mit sogenanntem “Zecken- / Mückenspray” eingesprüht werden, das Personal sprüht im Laufe des Vormittags dann bei Bedarf nach.

Eine Impfung gegen FSME ist empfehlenswert, aber keine Pflicht.

Mittags sollten die Kinder zu Hause am gesamten Körper nach Zecken abgesucht werden. Kopf, Körperfalten, Rücken und die Partie hinter den Ohren sollten dabei nicht vergessen werden. Die Kleidung sollte gewechselt und ausgeschüttelt werden. Wenn Zecken innerhalb von 12 Stunden entfernt werden, ist die Infektionsgefahr mit Borreliose gering. Zudem werden wir die Eltern über die Symptomatik von Borreliose und FSME aufklären, damit sie erste Anzeichen frühzeitig erkennen können.

Und was ist mit der Gefahr von Fuchsbandwurm?

Bandwurmeier, die sich im Kot von Hunden, Füchsen und Katzen befinden können, setzen sich an Pflanzen fest. Wenn der Mensch diese verzehrt (z.B. Heidelbeeren) kann er sich infizieren. Deshalb werden die Kinder strikt angehalten, Beeren und andere Waldfrüchte nicht roh zu verzehren. Außerdem dürfen sie keine toten Tiere anfassen.

Wie ist es um die Sicherheit bestellt?

Die Plätze, an denen sich die Kinder meistens aufhalten, werden regelmäßig von einem Sicherheitsbeauftragten begutachtet. 

Für den Fall, dass ein Unfall passiert haben die Erzieherinnen immer eine Erste- Hilfe- Ausrüstung und ein Handy dabei.

Die Unfallgefahr ist im Wald nicht größer als woanders: die Kinder lernen durch die ständige Bewegung im Wald auf verschiedensten Untergründen das Abfangen, Fallen, Aufrichten und Klettern. Außerdem können sie sich durch diese Erfahrungen besser selbst einschätzen, z.B. beim Klettern auf Bäume. Durch die Übung entsteht eine Stärkung des Gleichgewichtvermögens und der Koordinationsfähigkeit. 

Was machen die Kinder den ganzen Vormittag?

Der Wald bietet einen idealen und unerschöpflichen Spielraum. Die Kinder spielen mit allen Dingen, die die Natur so bietet: Stöcke, Steine, Sand, Blätter, Fichtenzapfen, Kastanien, Rinde, Moos, Wasser etc. Die Kinder lieben es auch, miteinander in Rollenspiele einzutauchen. Das freie Spielen ohne vorgefertigtes Spielzeug regt zum selbständigen Gestalten, Experimentieren und Erfinden an. Zusätzlich können die Kinder alters- und umgangsgerecht unser Waldwerkzeug, wie Feilen, Sägen, Hammer und Schnitzmesser benutzen. 

Neben dem freien Spielen gibt es bei uns auch angeleitete Angebote. Gemeinsames Basteln und Malen, Spiele mit der Gruppe, Einstudieren neuer Lieder, Vorlesestunde, Experimente. Auch die Zeit für die Arbeit mit einzelnen Kindern oder in Kleingruppen ist bei uns vorhanden.

Gibt es im Waldkindergarten Vorschule?

Vorschule findet im Waldkindergarten genauso statt, wie in jedem Regelkindergarten. Viele Bereiche der Vorschule sind bei uns bereits in den Alltag integriert, wie zum Beispiel Zahlen, Wochentage, Jahreszeiten, usw., so dass die Kinder damit spielerisch von Anfang an in Berührung kommen und dabei lernen.

Außerdem werden die Vorschulkinder in kleinen Gruppen gezielt gefördert und durch die Stärkung der vorschulischen Kompetenzen auf die Schule vorbereitet.

Da es im Waldkindergarten nur wenig vorgefertigtes Spielzeug gibt, werden die Kinder ermuntert, aus Naturmaterialien auf innovative Weise viele Spielmöglichkeiten zu entwickeln. Ihre Kreativität und Phantasie, aber auch ihre Sprachentwicklung und -kompetenz werden dadurch intensiv gefördert.

Nach dem Besuch des Waldkindergartens sind die Kinder, immer unter Berücksichtigung individueller Unterschiede, genauso schulfähig wie nach dem Besuch eines Regelkindergartens.

Wir arbeiten im Waldkindergarten nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan, zusätzlich werden die Kinder in ihrer Selbstständigkeit gefördert und durch die gezielte Stärkung ihrer Kompetenzen bestens auf die Schule vorbereitet.

Sommerfest mit Segnung der Bauwägen im Waldkindergarten

Am Samstag, den 23. Juli feierten die Wurzelkinder ganz oben am Westerbuchberg bei tollem Wetter ein großes Sommerfest. Dieses stand ganz im Zeichen der Vögel. In den letzten Wochen hatten die Kinder großes Interesse an den verschiedenen Vogelarten. Immer wieder hatten sie Federn gefunden und fragten zu welchen Vögeln diese gehören. So wurden die Federn den jeweiligen Vogelarten zugeordnet, es fand eine Vogelbeobachtung mit Sabine Pröls vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern statt und die Kinder lauschten genau, um auch den Gesang der Vögel zu bestimmen. Im Frühjahr konnten sie beobachten wie die Vögel ihre Nester bauten, sie hörten Geschichten und Märchen von Vögeln. Natürlich haben die Kinder auch viele Vogellieder gelernt und zum Sommerfest führten sie dann, geschmückt mit selbstgebasteltem Vogelschmuck vor ihren Familien, Freunden, Sponsoren und Unterstützern des Waldkindergartens die Vogelhochzeit auf.

Bevor die Kinder beim Fest ihren Auftritt hatten, wurden die beiden Bauwägen vom katholischen Pfarrer Bergmaier und Frau Zill von der evangelischen Kirche im Rahmen eines wunderbaren Kindergottesdienstes gesegnet. Nach einer kurzen Pause zum Rennen und Toben kamen die Wurzelkinder zusammen um ein Vogelleben vom Ei bis zur Vogelhochzeit darzustellen. Mit Begeisterung sagen sie Lieder von brütenden Vogeleltern, immer hungrigen Vogelkindern und natürlich der Vogelhochzeit – und das alles auf bayerisch. Die musikalische Begleitung übernahmen Christian (Geige) und Maria (Gitarre) Stacheder aus Bad Aibling.

Nach dem offiziellen Teil des Festes durften die Kinder und natürlich auch die zahlreichen Erwachsenen das reichhaltige Buffet genießen. Die Kinder erfreuten sich dann am Kasperltheaterstück „Die Prinzessin und das Waldfest“, das Kathie Schreiner aus Riedering mit viel Hingabe aufgeführt hatte.

Die Wurzelkinder e.V. bedanken sich ganz herzlich bei den Erzieherinnen, die mit den Kindern gebastelt und die Lieder einstudiert haben, bei allen Helfern und Organisatoren, beim Elternbeirat und bei den Eltern für die tolle Unterstützung sowie für die wunderbaren Köstlichkeiten des Buffets, bei der Metzgerei Karl Jobst für die leckeren Fleischpflanzerl und bei der Bäckerei Brai für die knusprigen Baguettes zum Vorzugspreis.

Polizeibesuch bei den Wurzelkindern in Übersee

Entgegen anders lautender Gerüchte war die Polizei vor kurzem nicht wegen eines abtrünnigen Kindes am Westerbuchberg. Viel mehr statteten die Polizeihauptmeisterinnen Anja Schmidt und Regina Hannappel als Kinder- und Jugendbeauftragte den Waldkindern einen geplanten Besuch ab. Denn für Kinder üben Institutionen wie Polizei, Feuerwehr und Krankenhaus eine enorme Anziehungskraft aus. Besonders die Buben interessieren sich brennend für diese spannenden Themen. Vor allem das umfangreiche Aufgabengebiet der Polizei bietet eine große Plattform für Spekulationen und regt die unglaubliche Fantasie der Kinder an. Viele Kinder sind der festen Überzeugung, dass die Aufgaben der Polizei ausschließlich darin bestehen, mit gezückter Waffe gefährliche Räuber zu fangen, wilde Verfolgungsjagden mit Verbrechern durchzuführen und Schießereien sowie Kämpfe auf der Tagesordnung stehen.

Damit die Kinder einen realen Einblick in das tatsächliche Arbeitsfeld der Polizeiarbeit erhalten, weihten die Polizistinnen die Vorschulkinder unter den Wurzelkindern auf kindgerechte Art und Weise in die Geheimnisse der vielfältigen Polizeiarbeit und deren Funktion ein. Die Kinder durften in verschiedene Polizeiuniformen schlüpfen, die Handschellen ausprobieren und andere polizeiliche Utensilien kennen lernen. Spannend fanden die Kinder auch, wie die Polizei im Ernstfall „Gesetzesbrecher“ dingfest und somit kampfunfähig macht. Wichtig war dabei, den Kindern zu vermitteln, wie ein fairer Kampf aussieht, dass ein „Stopp“ auch dies bedeutet, welche verheerenden Auswirkungen Waffengewalt haben kann und dass niemals – auch nicht im Spiel – die „Waffe“ auf Menschen gerichtet werden darf.

Zu guter Letzt durften die Kinder noch ein Lager aus Weidenstöcken bauen, damit sie nun am Westerbuchberg auch ein eigenes Gefängnis haben. Seither spielen die Kinder fast täglich im Wald Polizei, inzwischen ist ihr Spiel allerdings sehr zielgerichtet und strukturiert.

Ein herzliches Dankeschön an die Polizeidienststelle Grassau und die Polizeibeamtinnen Anja Schmidt und Regina Hannappel

Die Wurzelkinder mit ihren Erzieherinnen

Osterhasenbesuch im Waldkindergarten Übersee

Zum Glück gab es heuer zur Osterzeit doch noch einen kleinen Wintereinbruch mit ein bisschen Schnee. So konnten die Wurzelkinder verschiedene Tierspuren im Schnee entdecken und starteten eine spannende Suchaktion, die die Fantasie der Kinder anregte und ihnen sehr viel Spaß bereitete.

Natürlich waren mitunter auch Hasenspuren dabei, die eindeutig dem Osterhasen zuzuordnen waren, der ja bereits seit längerer Zeit im Wald unterwegs war. So brauchten die Kinder nur der „heißen Hackenspur“ zu folgen, die sie letztendlich zum „Schwammerlplatz“ brachte. Dabei mussten sich die aufgeregten Kinder besonders leise Verhalten, denn wie wir wissen, sind Hasen besonders scheue Tiere und wir wollten auf keinen Fall den Osterhasen erschrecken oder gar verscheuchen.

Dort angekommen begann auch schon die aufregende Suche nach den Osternestern. Diese gestaltete sich äußerst anspruchsvoll, denn der Osterhase gab sich heuer sehr viel Mühe, die Nester an ganz besonderen Plätzen zu verstecken und der Wald ist riesengroß.

Besonders lustig war, dass wir ein Eichhörnchen beobachten konnten, das sich ein Osterei aus einem versteckten Nest mopste. Nach einiger Zeit waren dann alle Nester gefunden und jedes Kind konnte seine selbstgebastelten Mooskörbchen gefüllt mit kleinen Süßigkeiten, Straßenmalkreiden und einen bunten Gummiball mit nach Hause nehmen. Zum Dank sangen die Kinder dem Osterhasen das Lied vom

„Stups den kleinen Osterhasen“.

Das Team und die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee

Wildes Faschingstreiben im Waldkindergarten Übersee

Der Westerbuchberg wurde heuer von den wilden Piraten des Waldkindergartens Übersee beherrscht. In den vorangegangenen Wochen beschäftigten sich die Wurzelkinder eingehend mit dem Thema der „Piraterie“. Mithilfe von Erzählungen, Bilderbüchern, Bewegungs- und Rollenspielen bekamen die Kinder einen intensiven Eindruck vom aufregenden Leben der Piraten. So lernten sie sowohl die positiven als auch die negativen Seiten der Piraterie kennen. Sie erfuhren die Hintergründe, warum arme oder geächtete Menschen zu gefürchteten Seeräubern wurden, wo sie ihr Unwesen trieben, nach welchen Regeln die Piraten lebten und welche Aufgaben sie an Bord zu bewältigen hatten. Die Piraten hatten innerhalb der Mannschaft einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl. So wurde beispielsweise das erbeutete Diebesgut gerecht unter den Matrosen aufgeteilt, nur der Kapitän erhielt den doppelten Anteil der Beute. Ein Diebstahl unter den Seeräubern war strengstens verboten und wurde hart bestraft.

Die Kinder verwandelten „ihren“ Wald in ein richtiges Räubernest: die große Baumwurzel wurde kurzerhand zum Piratenschiff erklärt und die gefährliche Piratenflagge gehisst. In der Kletterbuche wurde ein „Krähennest“ angebracht, denn von dort muss der „Späher“ Ausschau nach einem vollbeladenen Handelsschiff halten. Natürlich gehören zu richtigen Piraten auch Säbel und Messer. Diese Spielzeugwaffen durften sie in der Faschingszeit ausnahmsweise mitnehmen und unter Aufsicht von Betreuern für ihre Kämpfe einsetzen – selbstverständlich unter strikter Einhaltung von klaren Kampfregeln. So spielten die Kinder mit viel Fantasie täglich ihre Piratenrollenspiele und suchten dabei auch versteckte Schatzkisten.

Als Höhepunkt fand am Unsinnigen Donnerstag und am Rußigen Freitag ein wildes Faschingstreiben statt. Dabei durften die Kinder als Piraten verkleidet in den Wald kommen. Bei lustigen Spielen wie Inseln hüpfen, Gold schürfen, Leuchtturm umwerfen mit Kanonenkugeln, Flaschenpost aufwickeln und Piratenhindernislauf konnten die kleinen Seeräuber ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Zu guter Letzt mussten die Kinder schwierige Piratenfragen beantworten, bevor sie sich zur Belohnung auf eine spannende Schatzsuche begeben duften.

Anschließend hatten die Kinder einen riesigen Piratenhunger und konnten sich am leckerem Büfett, das die Eltern zubereitet hatten, ausgiebig stärken. Immer wieder sangen die Kinder voller Freue ihre Piratenlieder: „Wir lagen vor Madagaskar“ und „Die Piraten schießen aus Versehen mit Tomaten“.

Besuch des Bischof Nikolaus

In diesem Jahr wurde der heilige Bischof Nikolaus von seinem Knecht Ruprecht und dem Esel „Luzie“ begleitet. Die Kinder des Waldkindergartens Übersee waren in heller Aufregung als sie den heiligen Mann zusammen mit seinem Helfer und dem süßen kleinen Esel auf der Waldlichtung entdeckten.

Im Vorfeld erfuhren die Kinder anhand einer liebevollen Bilderbuchgeschichte, dass der heilige Bischof auch die Waldtiere besucht und mit Futtergaben beschenkt. Auf der Spurensuche nach dem heiligen Nikolaus entdeckten die Wurzelkinder verdächtige Fuß- und Hufabdrücke, zudem noch Heubüschel, die sie letztendlich zur Wildfütterung am Schwammerlplatz vom „Flaulwald“ führten. Mit gemischten Gefühlen begegneten sie dem heiligen Bischof Nikolaus und seinem Gehilfen Ruprecht samt voll bepackten Eselchen, als diese den Waldtieren gerade einen Besuch abstatteten. Freundlich wurden sie von den Kindern mit dem Lied:

„Sei gegrüßt lieber Nikolaus“ begrüßt.

Der Bischof hatte natürlich auch sein goldenes Buch dabei und er wusste von jedem Kind überwiegend Gutes zu berichten. Der heilige Nikolaus zeigte sich äußerst zufrieden und hatte deshalb auch für jedes Wurzelkind ein kleines Nikolaussäckchen dabei, das von dem Esel geduldig getragen worden war.

Anschließend durften alle Kinder das brave Eselchen „Luzie“ mit Heu beschenken, es streicheln und liebkosen. Als Gegenleistung und zum Dank halfen sie dem heiligen Nikolaus bei der Fütterung der Waldtiere und verteilten eifrig Nüsse und Heu im Wald für die Tiere im Winter. Zum Schluss bedankten sich die Kinder beim heiligen Nikolaus und verabschiedeten sich mit einem Abschlusslied. Freudestrahlend und frohgelaunt liefen die Kinder ihren wartenden Eltern entgegen und berichteten aufgeregt von ihren Erlebnissen.

Ein herzliches Vergelt`s Gott an Walter Wolfsberger aus Marquartstein, der das ehrwürdige Amt des heiligen Nikolauses übernahm und Katie Schreiner aus Riedering, die ihn als Gehilfe Ruprecht mit ihrem Esel unterstützte.

Das Team und die Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee

Wurzelkinder beim Klöpfeln in Übersee

Die Wurzelkinder des Waldkindergartens in Übersee waren heuer wieder als Klöpfelleute unterwegs, diesmal am Fuße des Westerbuchberges.

Beim Brauch des Klöpfelns handelte es sich ursprünglich um ein Glückwunschritual zum neuen Jahr und reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Daraus wurde im Laufe der Zeit ein Heischebrauch, also ein Erbitten von Gaben, dieser wurde meist von den „Dorfarmen“ ausgeführt, die sich, um nicht erkannt zu werden, die Gesichter schwärzten.

Nun ziehen auch seit Jahrzehnten im Chiemgau an den ersten drei Donnerstagen im Advent die Klöpfler umher, am vierten Advent darf laut einer Sage nicht mehr geklöpfelt werden, denn da geht der „Teufel“ mit.

Verkleidet als arme Hirten besuchten die Vorschulkinder des Waldkindergartens Übersee, deren Einwohner in ihren Häusern.

Mit dem schönen bayrischen Adventslied: „Jetzt ist die traute Klöpfelzeit“ stimmten die  Wurzelkinder die Einwohner auf eine besinnliche Adventszeit ein. Begleitet wurden sie von ihren Erzieherinnen und einer Mutter, Annabelle Laforge unterstützte sie zusätzlich instrumental mit ihrer Geige. Zur Belohnung bekamen die Kinder von den freundlichen Hausbewohnern Süßigkeiten, Obst und natürlich auch kleine Geldgeschenke. Nach zwei Stunden kehrten die fleißigen Klöpfelkinder müde, aber zufrieden wieder zum Ausgangspunkt zurück. Dort konnte sich die kleine Schar ausgiebig bei Kinderpunsch und Obst stärken, bevor sie von ihren Eltern wieder abgeholt wurden.

Die Geldspenden werden in die Anschaffung von Instrumenten zur musikalischen Begleitung von Liedern oder Geschichten investieren.

Die Geschenkgaben wurden am darauffolgenden Tag gerecht innerhalb der Gruppe aufgeteilt.

Die Klöpfelaktion hat den Kindern wieder sehr viel Freude bereitet und wir hoffen, dass wir auch die Überseer Bürger mit unserem Besuch erfreuen konnten.

Vergelt`s eich Gott liabe Leut, dass uns so herzlich empfangen habt`s!

Wir wünschen allen Bürgern von Übersee ein friedliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr 2016!

Die Erzieherinnen und ihre Wurzelkinder des Waldkindergartens Übersee